So bekämpft der Bundesrat das Coronavirus
13.03.2020

So bekämpft der Bundesrat das Coronavirus

Der Bundesrat schliesst alle Schulen, verbietet Veranstaltungen von über 100 Personen, erlaubt nur noch maximal 50 Menschen in Gaststätten und riegelt die Schweiz ab. Dafür verkürzt er die Karenzfrist für Kurzarbeit auf einen Tag und gibt zehn Milliarden Franken als Soforthilfe für die Wirtschaft frei.

Der Bundesrat ordnet drastische Massnahmen an, um das Coronavirus einzudämmen: Er verbietet bis am 30. April alle Veranstaltungen mit über 100 Personen. In Restaurants, Bars und Diskotheken dürfen sich inklusive Personal maximal 50 Personen aufhalten.

An allen Schulen darf bis am 4. April kein Unterricht vor Ort stattfinden. Für die Primarschulen können die Kantone Betreuungsangebote anbieten, um zu verhindern, dass die Kinder von ihren Grosseltern betreut werden.

Die Einreise aus Italien ist nur noch Schweizer Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Menschen erlaubt, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen,. Die Schengen-Grenzkontrollen werden an sämtlichen Grenzen mit sofortiger Wirkung wieder eingeführt.

Menschen über 65 Jahre sollen den öffentlichen Verkehr gar nicht, jüngere «möglichst nicht» benutzen. Arbeitgeber sollen pendelnden Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten und Homeoffice ermöglichen.

Der Bund stellt bis zu zehn Milliarden Franken als Soforthilfe für die Wirtschaft zur Verfügung. Dazu reduziert er die Karenzfrist für Kurzarbeit auf einen Tag. Die Unternehmen haben so nur den Arbeitsausfall von einem Tag selbständig zu tragen, bevor ihnen die Unterstützung der Arbeitslosenversicherung zusteht. Und er wird Kreditbürgschaften für besonders betroffene Unternehmen vergeben.

Die neue Verordnung gilt ab sofort und bis mindestens bis am 30. April.