St.Gallen

Smarli. sichert sich über zwei Millionen

Smarli. sichert sich über zwei Millionen
Der Smarli.-VR mit Thomas Obrecht, Raphael Jaeger, Robert Sigrist, Jim Steiner und Martin Stamm
Lesezeit: 3 Minuten

Das St.Galler Smart-Home-Start-up Smarli. AG hat seine zweite Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und mehr als 2 Millionen Franken aufgenommen. Das frische Kapital fliesst in den Ausbau des Partnernetzwerks sowie in die Weiterentwicklung der eigenen Software und Hardware. Gleichzeitig verstärkt das Unternehmen seinen Verwaltungsrat und seine technologische Führung.

Text: pd/stz.

Knapp drei Jahre nach der Gründung stellt Smarli. die Weichen für die nächste Wachstumsphase. An der zweiten Finanzierungsrunde beteiligten sich sowohl bestehende als auch neue Investoren. Namen und einzelne Beteiligungssummen nennt das Unternehmen nicht.

Die Smarli. AG wurde im September 2023 in St.Gallen gegründet. Seither hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 150 Smart-Home-Projekte realisiert und seine Kundenbasis vervierfacht. Das System verbindet Geräte unterschiedlicher Hersteller zu individuell konfigurierten Smart Homes und Smart Offices.

Besonders häufig automatisiert werden Licht, Storen, Heizung, Energieversorgung und Sicherheit. Da das System von Smarli. auf der bestehenden Elektroinfrastruktur aufbaut, eignet es sich nicht nur für Neubauten. Auch bestehende Wohnungen, Häuser, Büros und ganze Liegenschaften können nachgerüstet werden.

Partner Engine soll Wachstum beschleunigen

Eine Schlüsselrolle für die weitere Skalierung spielt die mit den Mitteln der ersten Finanzierungsrunde entwickelte Partner Engine. Die Software führt Elektriker, Installateure und Energieversorger Schritt für Schritt durch die Planung, Installation und Konfiguration eines Smart Homes.

Damit sollen Fachbetriebe Projekte weitgehend selbstständig umsetzen können. «Endlich eine intuitive Lösung, die sich an uns Elektrikern orientiert und die Smart-Home-Umsetzung super einfach macht», sagt Yves Jung, Inhaber der Jung Elektrotechnik AG.

Parallel zur Software entwickelt Smarli. eigene Hardwarekomponenten. Diese werden auf die Partner Engine und die bestehende Elektroinfrastruktur abgestimmt. Das Unternehmen verspricht sich davon eine höhere Robustheit, Zuverlässigkeit und eine einfachere Installation.

«Entscheidend für unsere nächste Phase sind der weitere Ausbau unseres Partnernetzwerks sowie die Weiterentwicklung unserer Software- und Hardwarekomponenten», sagt Smarli.-Mitgründer Thomas Obrecht.

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Sigrist verstärkt Verwaltungsrat

Mit der Finanzierungsrunde wird auch der Verwaltungsrat erweitert. Der neue Investor Robert Sigrist nimmt gleichzeitig Einsitz in das strategische Führungsgremium. Seine Wahl wurde im Juni 2026 im Handelsregister eingetragen.

Sigrist verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung strategischer Geschäftsfelder und im Aufbau von Unternehmensnetzwerken. Unter anderem war er bei Alpiq InTec sowie Bouygues Energies & Services tätig. Dabei beschäftigte er sich intensiv mit Gebäudetechnik, intelligenten Gebäuden und neuen Geschäftsmodellen.

«Mich haben bei Smarli. vor allem drei Dinge überzeugt: ein starkes Team, eine überzeugende und nutzerfreundliche Lösung und ein enormes Marktpotenzial», sagt Sigrist. Das Unternehmen habe das Potenzial, professionelles Smart Home aus der Nische zu holen und für eine breite Anwendung in Wohnungen und umfassenden Liegenschaften zugänglich zu machen.

Der Verwaltungsrat von Smarli. besteht damit aus Thomas Obrecht, Raphael Jaeger, Robert Sigrist, Jim Steiner und Martin Stamm. «Robert ist die ideale Ergänzung für unseren Verwaltungsrat», sagt Mitgründer Martin Stamm. «Mit seiner Erfahrung im Business Development, seinem Know-how zu Smart Home und seinem Netzwerk wird er den Erfolg von Smarli. massgeblich mitgestalten.»

Neuer CTO bringt über 20 Jahre Erfahrung mit

Auch operativ baut Smarli. seine Kompetenzen aus. Im August übernahm Philippe Lautier die Funktion des Chief Technology Officer. Der promovierte Elektroingenieur verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Technologie- und Teamführung. Zu seinen Fachgebieten gehören erneuerbare Energien, das Internet der Dinge und Cloud Computing.

Im September stiessen weitere Mitarbeiter in den Bereichen Partnergewinnung und Partnerunterstützung zum Unternehmen. Damit will Smarli. nicht nur die technologische Entwicklung beschleunigen, sondern auch die Zusammenarbeit mit Elektrikern, Installateuren und Energieversorgern ausbauen.

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Milliardenmarkt eröffnet Wachstumspotenzial

Smarli. bewegt sich in einem stark wachsenden Markt. Gemäss einer vom Unternehmen zitierten Statista-Schätzung stieg der Umsatz mit Smart-Home-Lösungen in der Schweiz von rund 400 Millionen Franken im Jahr 2020 auf etwa 1 Milliarde Franken im Jahr 2025. Bis 2030 wird ein Marktvolumen von fast 2 Milliarden Franken prognostiziert.

Mit der zweiten Finanzierungsrunde, dem Ausbau des Verwaltungsrats und der Verstärkung der technologischen Führung sieht sich Smarli. gut aufgestellt, um von diesem Wachstum zu profitieren. Das Ziel bleibt, herstellerunabhängige Smart-Home-Lösungen einfacher planbar, installierbar und für einen breiteren Markt zugänglich zu machen.

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