Sitter Valley verbindet Industriekultur und Energiezukunft
Text: pd/stz.
Auf dem traditionsreichen Industrieareal an der Sitter wird die Zukunft zunehmend sichtbar. Nach einer Bauzeit von sieben Monaten konnte die Aufrichte der neuen Energiezentrale gefeiert werden. Bis Anfang 2027 sollen in dem Gebäude eine nachhaltige Energieversorgung für das gesamte Areal sowie rund 3'000 Quadratmeter flexibel nutzbare Gewerbe-, Produktions- und Dienstleistungsflächen entstehen.
Die Energiezentrale bildet einen wichtigen Baustein der langfristigen Arealentwicklung. Gemeinsam mit den St.Galler Stadtwerken ersetzt die Mettler Entwickler AG die bestehende Ölheizung durch einen Holzpelletkessel und eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe. Damit soll das Sitter Valley künftig nach Unternehmensangaben CO₂-neutral mit Wärme und Kälte versorgt werden.
Gewerbe, Produktion und Büros unter einem Dach
Neben der technischen Infrastruktur bietet der Neubau Raum für unterschiedliche betriebliche Bedürfnisse. Im Erdgeschoss entstehen Gewerbeboxen mit Flächen zwischen 122 und 769 Quadratmetern. Grosszügige Raumhöhen, grosse Garagentore und individuell gestaltbare Ausbauten sollen eine vielseitige Nutzung ermöglichen.
Die drei darüberliegenden Geschosse eignen sich für Produktion, Labors und weitere gewerbliche Anwendungen. Im Attikageschoss entstehen moderne Büroflächen mit hoher Aufenthaltsqualität. Das Raumkonzept richtet sich damit sowohl an produzierende Betriebe als auch an Unternehmen aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Dienstleistungen.
Ein Industriegebäude erhält ein neues Leben
Parallel zum Neubau wurde das 1910 errichtete «Sitterbau Haus 02» umfassend saniert und für eine Mehrmieternutzung umgebaut. Weil sich das Gebäude in einem Gewässerschutzbereich befindet, verzichteten die Verantwortlichen bewusst auf einen Neubau. Stattdessen wurde die historische Bausubstanz erhalten und mit zeitgemässer Infrastruktur ergänzt.
Die Arbeiten umfassten die Modernisierung der Gebäudetechnik und die Aufwertung der Innenräume. Das originale Buchenholzparkett konnte erhalten werden. Hinzu kamen eine neue Dachterrasse und eine Photovoltaikanlage.
Für das Erdgeschoss wurde mit SwissTerra bereits ein Mieter gewonnen, dessen Angebot zum naturverbundenen Umfeld des Sitter Valley passt. Das Unternehmen verbindet aussergewöhnliche Pflanzen, exklusive Pflanzgefässe und hochwertiges Outdoor Living zu individuell gestalteten Garten- und Terrassenwelten.
Im ersten Obergeschoss steht noch eine rund 200 Quadratmeter grosse Atelier- oder Bürofläche zur Verfügung. Die Kombination aus historischem Charakter, moderner Gebäudetechnik und der Lage an der Sitter soll Unternehmen einen Arbeitsplatz mit eigener Identität bieten.
Transformation schreitet voran
Bereits 2025 wurde das erste vollständig sanierte Headquarter an die Filtrox AG übergeben. Mit der Energiezentrale und dem «Sitterbau Haus 02» folgen nun zwei weitere Bausteine der schrittweisen Transformation.
Das Sitter Valley soll historische Industriearchitektur, moderne Arbeitswelten und eine nachhaltige Infrastruktur miteinander verbinden. Gemäss aktueller Arealplanung sollen bis 2030 insgesamt rund 44'000 Quadratmeter Mietfläche für 80 bis 100 Unternehmen entstehen. Erwartet werden langfristig zwischen 400 und 600 Arbeitsplätze.
Damit entwickelt sich das ehemalige Industrieareal schrittweise zu einem vielseitigen Wirtschaftsstandort für Gewerbe, Produktion, Dienstleistungen und Innovation. Statt die industrielle Vergangenheit zu verdrängen, macht die Mettler Entwickler AG sie zum Ausgangspunkt für die nächste Entwicklungsphase.
Weitere Informationen: sittervalley.ch
Die 2011 gegründete Mettler Entwickler AG, vormals Mettler2Invest AG, ist ein inhabergeführtes Schweizer Unternehmen für Immobilienentwicklung. Neben dem Hauptsitz in St.Gallen verfügt das Unternehmen über Standorte in Kemptthal, Zürich und Basel. Rund 45 Mitarbeiter entwickeln und realisieren Immobilienprojekte für Wohnen, Arbeiten und Gewerbe.