15.01.2018

SKO feiert 125-Jahre-Jubiläum

Die Schweizer Kader-Organisation (SKO) feierte am 11. Januar ihr 125-jähriges Jubiläum mit einem 3. Podium im Würth-Haus in Rorschach. Die Hauptthemen «Fit im Job – Erfolgsfaktoren und Gesundheitsrisiken im digitalen Zeitalter».

Die Schweizer Kader-Organisation wurde 1893 gegründet, und so hat sich die SKO vom Werkmeisterverband zu einem branchenübergreifenden Wirtschaftsverband entwickelt, der die Interessen aller Führungskräfte in der Schweiz vertritt. Beim Jubiläumsanlass, der von der SOK Ostschweiz in Rorschach organisiert wurde, nahmen über 250 Gäste teil. Die Hauptthemen bezogen sich auf «Fit im Job – Erfolgsfaktoren und Gesundheitsrisiken im digitalen Zeitalter». Als Keynote-Referentin trat Yvonne Villiger, Expertin für Business-Humor, auf. Und bei der Abendunterhaltung war die Stand-up-Comedy von Fabian Unteregger ein weiteres Highlight.

Austauschen und Mitfeiern
Mit der Jubiläumskampagne «Leadership – The Swiss Way» wird anhand einer Ausstellung mit Portraits von 25 bekannten und unbekannten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Sport aufgezeigt, was Schweizer Führung ausmacht. Die gestartete SKO-Jubiläums-Ausstellung ist in mehreren Schweizer Städten vorgesehen und ergänzt mit einem regionalen Veranstaltungsprogramm sowie mit themenbezogenen Diskussionsrunden, einem sympathischen Webauftritt und einer Social-Media-Kampagne die spannenden und attraktiven Aktivitäten im 2018.

SKO-Angebote und eine «Stehauf-Frau»
Die Schweizer Kader-Organisation zählt heute 12'000 Mitglieder und ist parteipolitisch unabhängig. Die SKO vertritt die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Interessen der Führungskräfte in der Schweiz. Sie versteht sich als Kompetenzzentrum für Führungskräfte aller Branchen und offeriert ihren Mitgliedern zahlreiche Angebote in den Bereichen Weiterbildung, Karriereservice, Rechtsberatung sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Die Mitglieder erhalten Zugang zu einem wertvollen nationalen und regionalen Kontakt- und Beziehungsnetzwerk.

Yvonne Villiger referierte über die nicht ganz einfache Kunst, Humor in die Business-Welt einzubringen. Die Expertin für Business-Humor fand mit ihrer versierten Art und Weise bei den SOK-Gästen sofort Anklang. Für ihre Auftritte schrieb sie unter anderem das Buch «ausGelacht», welches ursprünglich kein Verlag publizieren wollte. Also nahm sie alles selber in die Hand und veröffentlichte das Werk im Eigenverlag. Inzwischen ist die zweite Auflage auf dem Markt. In einem Booklet hat Yvonne Villiger, die als Top-Speakerin in der Schweiz die Humor-Expertin Nummer 1 ist, zudem 33 Tipps niedergeschrieben. Daraus sechs Tipps zur Anregung: Finden Sie Ihren eigenen Humor und fördern Sie ihn. Sammeln Sie witzige Munition. Schaffen Sie eine humorvolle Firmenkultur. Lösen Sie Mitarbeitern die Fesseln. Führen Sie eine Lob-Woche ein. «Platz da!» – Entrümpeln Sie Ihren Kopf, damit das Gesicht wieder Platz zum Lachen hat. Fazit: Lachen ist gesund!

Fortlaufende Technik oder wenn Generationen immer bei null anfangen
Beim Podiumsgespräch nahmen Dr. med. Doris Straus, Medizinische Direktorin der Privatklinik Oberwaid, Roland Laux, Mitgründer und Chief of Spontanelty, Dr. Wolfgang Frick, Vorstand Marketing der Spar-Gruppe sowie Claudio Hintermann von Abacus teil. Moderiert wurde die Diskussion von Sandra-Stella Triebl, Inhaberin Swiss Ladies Drive GmbH.

«Fit im Job – Erfolgsfaktoren und Gesundheitsrisiken im digitalen Zeitalter» verlangten nach Sozialkompetenz, Offenheit im betrieblichen Umgang und in der Führungsebene, es gehe um Resilienz, konkret um psychische Widerstandsfähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft sei unaufhaltsam und dabei sei es notwendig die innere, positive Haltung zu fördern. Das berufliche und private Leben sei spannend. Es stelle sich die Frage, was ist mir im Endeffekt wichtig im Leben, dabei wurde an die Familie, an Ehefrau und die Kinder sowie das soziale Umfeld gedacht. Der technische Wandel sei unaufhaltsam. Die Technik, nicht zuletzt im digitalen Bereich, entwickle sich weiter, nur der Mensch müsse von Generation zu Generation im Verständnis von der komplexen Technik von vorne beginnen. Dies könne Angst auslösen und gebe für die Zukunft zu denken. Nicht zu unterschätzen seien die zunehmenden Überlastungen und Überforderung im Arbeitsprozess. Fälle von Burnout nehmen zu und seien ernst zu nehmen.

Klare Positionierung mit neuen Dienstleistungen
Die Schweizer Kader-Organisation wurde in den letzten Monaten erneuert – mit einem deutlichen Gewinn für die Mitglieder: «Die SKO hat die letzten Jahre zu sehr auf Vorteile durch Rabatte gesetzt und die ursprüngliche Zielsetzung zum Teil vernachlässigt, nämlich sich als Netzwerk und Karrierebegleiterin für Schweizer Kaderleute zu engagieren», heisst es aus der Geschäftsleitung der SKO. Die neue Strategie habe zum Ziel, den Verband bekannter zu machen, die Dienstleistungen stärker auf Mitgliederbedürfnisse auszurichten und Kompetenzen im Verband und mit Partnern intensiver zu vernetzen. Die Marke SKO soll wieder stärker auf das Thema Führung als wichtigste Kompetenz des Verbandes ausgerichtet werden.

Das wird auch mit der Weiterentwicklung der Dienstleistung Karriereservice deutlich, welche die Mitglieder in ihrer gesamten Laufbahn begleiten und unterstützen soll. Die Validierung von Führungskräften wurde mit dem SKO-Führungszertifikat für Gemeinderäte ausgebaut. Neue Angebote bestünden im Rechtsdienst mit Zugang zum Anwaltspool, mit neuer Rechtsschutzversicherung und in der Weiterbildung in einem neuen Führungslehrgang sowie mit einer abwechslungsreichen Dialogreihe.

www.sko.ch

Auf dem Bild: Geschäftsleiter Jürg Eggenberger (links) und Präsident Pierino Signorell von der SKO-Gruppe Ostschweiz.