«Shaive» schneidet beim Publikum am besten ab
Text: pd/stz.
Die Idee entstand vor dem eigenen Spiegel. Patrick Wissiak schneidet sich seit sieben Jahren selbst die Haare und fragte sich, weshalb eine Maschine das nicht schneller und präziser erledigen könnte. Den ersten Prototyp entwickelte er während seiner Bachelorarbeit im Informatikstudium an der OST – Ostschweizer Fachhochschule.
2026 gründete Wissiak gemeinsam mit Lou Grolimund das Unternehmen Shaive. Wissiak verantwortet die technische Entwicklung, Grolimund die Vermarktung. Seit September ergänzt Gianluca Fischer, Maschinenbauingenieur der ETH Zürich, das Team als dritter Mitgründer.
Die Zielgruppe sind professionelle Coiffeure und Barber. «Wir wollen KI in den Haarschnittsalon bringen», sagt Wissiak. Das Prinzip: Zunächst wird die Kopfform erfasst und digital abgebildet. Anschliessend legen Kunde und Profi die gewünschte Frisur am Bildschirm fest. Kameras sollen beim Schneiden erkennen, welche Haarlänge an der jeweiligen Stelle gefragt ist. Der Aufsatz passt sich automatisch an.
Die Fachkenntnisse des Profis bleiben gefragt: Deckhaar, Konturen und das persönliche Styling übernimmt weiterhin der Coiffeur. Das Gerät soll Salons ermöglichen, mehr Kunden bei gleichbleibender Qualität zu bedienen.
Derzeit testet Shaive die Erfindung mit verschiedenen Salons und nutzt deren Rückmeldungen für die Weiterentwicklung. Geplant sind eine Patentanmeldung, Pilottests mit einer ersten funktionsfähigen Produktversion sowie eine Finanzierungsrunde.
Die AI@OST-Tagung wird vom interdisziplinären KI-Zentrum ICAI der OST organisiert und von der IT-Bildungsoffensive des Kantons St.Gallen unterstützt.