Thurgau

Sechs Weine im Rennen um den «Thurgauer Staatswein»

Sechs Weine im Rennen um den «Thurgauer Staatswein»
Die Expertenjury: Susi Steiger-Wehrli (Winzerin), Fabian Mennel (Sommelier), Giuseppe Lo Vasco (Sommerlier), Jonas Ettlin (Winzer), Thomas Vaterlaus (Weinexperte) und Michael Fuchs (Winzer)
Lesezeit: 2 Minuten

Die Wahl des «Thurgauer Staatsweins» geht in die entscheidende Phase: Eine Fachjury hat aus 34 eingereichten Weinen die Finalisten bestimmt. Je drei Weiss- und Rotweine haben es in die Endauswahl geschafft. Am 22. Juni entscheiden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik in einer Blinddegustation, welche beiden Weine den Titel «Thurgauer Staatswein 2026» tragen dürfen.

Text: pd/stz.

Der Thurgau ist längst mehr als ein Obst- und Apfelkanton. Auch der Weinbau hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt und zeigt eine beachtliche Vielfalt. Das wurde auch im diesjährigen Auswahlverfahren deutlich: Kleinere und grössere Thurgauer Weinbaubetriebe waren eingeladen, sich am zweistufigen Wettbewerb zu beteiligen. Ende Mai standen der Fachjury insgesamt 34 Weine zur Blinddegustation und Bewertung zur Verfügung.

In diesem Jahr waren beim Rotwein Pinot Noir und beim Weisswein Spezialitäten zugelassen. Gerade bei den weissen Spezialitäten überzeugte die Vielfalt besonders. «Unsere Fachjury war begeistert vom hohen Qualitätsniveau. Dies machte zwar die Punktevergabe nicht gerade einfacher, dafür umso spannender», sagt Projektleiterin Priska Held von Agro Marketing Thurgau. Sie organisiert die Kürung im Auftrag des Kantons Thurgau und des Branchenverbands Thurgau Weine.

Bei den Weissweinen schafften drei sehr unterschiedliche Spezialitäten den Sprung in den Final: Schloss Herdern mit einem Pinot Blanc Barrique, Füllemann Wein mit Kilian Savagnin blanc, auch bekannt als Heida, sowie das Weingut Schmid mit einem Sauvignon Blanc. Die Auswahl zeigt, wie breit und eigenständig sich der Thurgauer Weisswein heute präsentiert.

Auch bei den Rotweinen wurde intensiv degustiert und diskutiert. Vorgegeben war die Rebsorte Pinot Noir, die im Thurgau am häufigsten angebaut wird. Trotz gleicher Traubensorte zeigten sich im Glas deutliche Unterschiede. «Unsere Fachjury war beeindruckt, wie unterschiedlich die Weine sind, weshalb eine Diskussion entstand, was einen guten Pinot Noir ausmacht», sagt Held.

Die Entscheidung fällt am 22. Juni

In die Finalrunde geschafft haben es die Pinot Noir Auslese von Haag Weine, der Pinot Noir der Familie Hagen sowie der Pinot Noir Spätlese vom Gutsbetrieb Engel AG. Damit stehen auch bei den Rotweinen drei Produzenten im Final, die den Thurgauer Weinbau mit unterschiedlichen Handschriften repräsentieren.

Die Entscheidung fällt am 22. Juni. Unter der Leitung von Weinexperte Thomas Vaterlaus degustieren und bewerten Persönlichkeiten aus der Thurgauer Wirtschaft und Politik die sechs Finalweine in einer Blinddegustation. Erst danach werden die beiden Siegerweine bekanntgegeben.

Auch die Öffentlichkeit erhält an diesem Tag Gelegenheit, die Finalweine kennenzulernen. Von 16.00 bis 16.45 Uhr können Interessierte die sechs Weine vor der Verkündung der Sieger degustieren. «Die sechs Weinbaubetriebe sind natürlich keine unbekannten im Kanton, aber in ihrer Grösse doch sehr unterschiedlich aufgestellt», sagt Held. Für Weinfreunde biete sich damit eine gute Gelegenheit, die Betriebe und die Winzer dahinter näher kennenzulernen.

Für die öffentliche Degustation ist eine einfache Online-Anmeldung erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Weitere Informationen gibt es unter www.agro-marketing.ch/aktuell.

Auch interessant

Zwei Weine des Weinguts Engel zum «Thurgauer Staatswein 2025» gekürt
Thurgau

Zwei Weine des Weinguts Engel zum «Thurgauer Staatswein 2025» gekürt

Sechs Weine sind im Finale für den «Thurgauer Staatswein»
Thurgau

Sechs Weine sind im Finale für den «Thurgauer Staatswein»

Weine aus Weinfelden und Schlattingen tragen die Auszeichnung «Thurgauer Staatswein 2024»
Thurgau

Weine aus Weinfelden und Schlattingen tragen die Auszeichnung «Thurgauer Staatswein 2024»