St.Gallen

Smartfeld macht den Markt zum Klassenzimmer

Smartfeld macht den Markt zum Klassenzimmer
Die Märkte sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
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Produkte entwickeln, Preise kalkulieren und echte Kunden überzeugen: Beim Kreativmarkt von Smartfeld werden Schüler zu Unternehmern. An drei Samstagen im November verkaufen sie ihre eigenen Kreationen in Buchs, St.Gallen und Rapperswil-Jona. Die Einnahmen bleiben bei den Klassen.

Text: pd/stz.

Im Schulzimmer entsteht die Idee, am Marktstand folgt der Praxistest: Bleiben Kunden stehen? Verstehen sie das Produkt? Stimmt der Preis? Beim Kreativmarkt erleben Schüler unmittelbar, ob ihre Überlegungen auch ausserhalb des Klassenzimmers funktionieren.

Bis dahin wird ausprobiert, verbessert und gerechnet. Die Klassen entwickeln eigene Produkte und überlegen sich, wie sie diese präsentieren und verkaufen wollen. Am Markttag müssen die jungen Anbieter ihre Ideen erklären, auf Fragen reagieren und im Team Entscheidungen treffen. Kreativität, Kommunikation und unternehmerisches Denken werden so im direkten Kundenkontakt gefordert.

Smartfeld bereitet die Lehrer in einem Workshop auf das Projekt vor. Sie lernen die Grundlagen von Design Thinking kennen und erhalten Methoden und Werkzeuge, um die Produktentwicklung mit ihren Klassen umzusetzen. Jede Klasse bekommt dafür ein Materialbudget.

Was am Markt eingenommen wird, fliesst zurück an die Klasse. Das Geld kann beispielsweise einen Ausflug, die Klassenkasse oder ein gemeinsames Projekt finanzieren. Zusätzlich werden besondere Marktstände prämiert. Bewertet werden Innovationskraft, Präsentation, Verkaufsidee und die Sinnhaftigkeit des Produkts.

«Sie müssen Entscheidungen treffen, gemeinsam Lösungen finden und ihre Idee vor echtem Publikum vertreten. Genau solche Erfahrungen machen Lernen greifbar und bleiben in Erinnerung», sagt Smartfeld-Geschäftsführerin Cornelia Gut über die teilnehmenden Schüler.

Unterstützt wird der Kreativmarkt von der Rising Tide Foundation. Gemeinsam wollen Smartfeld und die Stiftung jungen Menschen Unternehmertum näherbringen sowie Eigeninitiative und Kreativität fördern.

Die Märkte sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Familien und Interessierte können die Produkte entdecken, mit den Schülern ins Gespräch kommen und deren Ideen mit einem Kauf unterstützen.

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