Schmobi legt acht Prozent zu
14.02.2019

Schmobi legt acht Prozent zu

«Schmobi» – wie die Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG aus Wil umgangssprachlich genannt wird – blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Der Absatz des Stahlhandelsunternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent. Pro Arbeitstag wurden über 500 Auftragspositionen bearbeitet. Stark zugelegt hat Schmobi vor allem als Outsourcing-Partner für Fix-Zuschnitte.

Über 60 Prozent aller Auftragspositionen sind heute auf ein Fix-Mass zugesägt, im Schnittbereich von 2 bis 530 mm. Im leistungsfähigen Maschinenpark mit über 30 Sägen wurden 2018 über 3,5 Millionen Zuschnitte gesägt. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von +20 Prozent. Auch der Umsatz entwickelte sich aufgrund steigender Stahlpreise positiv. SCHMOBI zählt schweizweit zu den führenden Stahlhandelsunternehmen und ist mit über 12'000 Tonnen Material der grösste Lagerhalter für Stabstahl in der Schweiz.

Weiteres Wachstum geplant
Die Lage in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) ist nach wie vor erfreulich, berichtete Ende 2018 auch Swissmem. Die Umsätze in der MEM-Branche, die Auftragseingänge und auch die Exporte entwickelten sich positiv. «Trotz leichter Abflachung der Konjunkturentwicklung und einigen Unsicherheiten in der Wirtschaftspolitik bleiben wir zuversichtlich. Wir wollen mit unserer Marktdurchdringungsstrategie weiter wachsen», sagt Andreas Koch, Leiter Finanzen und Administration. «Das neue Jahr ist gut angelaufen. Der Auftragsbestand im ersten Quartal 2019 ist immer noch deutlich höher als im Vorjahr», so Koch weiter.

Ins Geschäftsjahr 2019 ist Schmobi mit 108 Mitarbeitern gestartet. Das entspricht einem beeindruckenden Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den vergangenen zwei Jahren hat das KMU insgesamt 15 neue Arbeitsplätze geschaffen, grösstenteils in der Lagerlogistik. Imponierend ist weiter, dass das eingespielte Team trotz 20 Neuzugängen im vergangenen Jahr immer noch durchschnittlich 11 Dienstjahre ausweisen kann. SCHMOBI zählt zu den wertvollen Arbeitgebern und bedeutenden Unternehmen in der Region.

Autonom seit 1959
«2019 wird für uns ein besonderes Jahr – das 60. Geschäftsjahr in unserer Unternehmensgeschichte. Das werden wir mit einem Jubiläumsausflug mit unserem Team und einem grossen Jubiläumsevent mit unseren Kunden und Geschäftspartnern auch gebührend feiern», sagt Geschäftsleiter Peter Breitenmoser sichtlich stolz. Der traditionsreiche Doppelname Schmolz + Bickenbach reicht sogar zurück bis ins Jahr 1919. Damals, vor 100 Jahren, gründeten Arthur Schmolz und Oswald Bickenbach gemeinsam eine Stahlgesellschaft. Die Schmolz + Bickenbach Stahlcenter AG wurde 1959 in Wil SG gegründet und ist auch heute noch zu 100 Prozent im Familienbesitz der Nachkommen der zwei Gründerfamilien. «Wir sind seit 60 Jahren wirtschaftlich völlig autonom und einzig namentlich mit dem börsenkotierten und weltweit tätigen Stahlkonzern Schmolz + Bickenbach verbunden», hält Breitenmoser, der zugleich Verwaltungsratspräsident des Wiler KMU ist, fest.

Investitionen in die Zukunft
2019 investiert Schmobi mit rund zwei Millionen Schweizer Franken erneut kräftig in ihre moderne Infrastruktur, IT, Prozesse, Lagerlogistik und den eigenen Fuhrpark. Im Bereich der Infrastruktur betrifft eine grössere Investition die Sanierung der Gebäudehülle des 1984 erbauten Bürotrakts. Dieser energetischen Gebäudemodernisierung ist das KMU verpflichtet, um den verbindlichen Standards des Energiegesetzes zu entsprechen. Gleichzeitig nutzt Schmobi die Bauphase, um in den betroffenen Gebäudebereichen weitere bauliche Optimierungsmassnahmen vorzunehmen. All diese Investitionen sind wiederum ein klares Bekenntnis zum Standort Wil West.

Auf dem Bild von links: Andreas Koch, Leiter Finanzen/Administration, Peter Breitenmoser, Geschäftsleiter, Patrick Lenz, Leiter Einkauf/Verkauf.