Schmid sagt dem Bundesrat ab
Text: stz.
Er wurde von Christoph Blocher als möglicher Bundesrat ins Spiel gebracht. Nun nimmt sich Pascal Schmid selbst aus dem Rennen: Wie Watson unter Berufung auf ein Interview mit dem «Tages-Anzeiger» berichtet, stellt sich der Thurgauer nicht für die Nachfolge von Guy Parmelin zur Verfügung.
Der Entscheid sei ihm äusserst schwergefallen. Ausschlaggebend sei letztlich ein gemeinsam mit seiner Frau gefällter Bauchentscheid gewesen. Neben seiner parlamentarischen Arbeit sei ihm auch seine Anwaltskanzlei wichtig. Eine spätere Bundesratskandidatur schliesst Schmid nicht aus.
Schmid sieht derzeit im Parlament mehr Möglichkeiten, seine politischen Anliegen voranzutreiben. Als Beispiel nennt er die neuen EU-Verträge: Diese will er bekämpfen, während er sie als Mitglied der Landesregierung vertreten müsste. Der für das Asyldossier zuständige SVP-Politiker gehört dem Nationalrat seit 2023 an.
Für 2027 strebt der Weinfelder Rechtsanwalt und frühere Bezirksgerichtspräsident einen Wechsel in den Ständerat an. Die parteiinterne Nomination ist allerdings noch offen: Neben Schmid bewirbt sich der ehemalige Kantonsrat Vico Zahnd um die Kandidatur für den Sitz des zurücktretenden Jakob Stark.
Die Delegierten der SVP Thurgau entscheiden am 6. Januar 2027. Unabhängig vom Ausgang dieser Ausmarchung wollen Schmid und Zahnd auch für den Nationalrat kandidieren.