Regierung und Banken wollen Hilfe ausbauen
18.03.2020

Regierung und Banken wollen Hilfe ausbauen

Viele Selbständigerwerbende stehen seit Montag vor existenziellen Fragen. Die Regierung des Kantons St.Gallen und die St.Galler Banken haben deshalb entschieden, die Bürgschaftsgenossenschaft Ost-Süd personell zu unterstützen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Zudem haben die Banken zugesichert, ihre volkswirtschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Benedikt Würth, (Bild) Vorsteher des Finanzdepartementes, und Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes, haben sich heute mit den Vertretern der St.Galler Banken sowie Daniel Schwander, Geschäftsführer der Bürgschaftsgenossenschaft Ost-Süd, getroffen. Zusammen haben sie die aktuelle Lage beraten. Das Treffen kam zustande, weil die Regierung die bisher angekündigten wirtschaftlichen Massnahmen des Bundesrates für nicht ausreichend hält, um eine Liquiditätskrise und somit Konkurse von etlichen Betrieben zu verhindern. Die Regierung hat dies bereits letzten Samstag so kommuniziert.

Raschere Abwicklung der Bürgschaftsgesuche
Als Sofortmassnahme haben die Regierung und die Banken nun entschieden, dass die Bürgschaftsgenossenschaft Ost-Süd mit personellen Ressourcen unterstützt werden soll. Dies ist wichtig, damit Anträge der Unternehmer triagiert und geprüft werden können. Mit einem positiven Bescheid steigt die Bonität der Betriebe, womit es ihnen leichter fällt, von den Banken zusätzliche Gelder zu erhalten. Dies deshalb, weil mit einer Bürgschaft das Ausfallrisiko der Banken sinkt.

Die Banken haben im Gespräch mit den Regierungsvertretern zudem deutlich gemacht, dass sie ihre volkswirtschaftliche Verantwortung wahrnehmen wollen und zu ihren Firmenkunden stehen. Die St.Galler Banken begrüssen den raschen und engen Austausch mit der Regierung und sind bereit, ihren Beitrag zu leisten, damit die Liquiditätskrise entschärft wird und sich nicht zu einer Strukturkrise ausweitet.