Neue Schnitzelheizung in Gossau eingeweiht
03.07.2019

Neue Schnitzelheizung in Gossau eingeweiht

Mit der Einweihung der neuen Schnitzelheizung der Schlachtbetrieb St.Gallen AG schliesst an der Schlachthofstrasse in Gossau ein visionäres Leuchtturmprojekt ab. Die Energiezentrale versorgt neben der SBAG die Betriebsgebäude der benachbarten Ernst Sutter AG und des Detailhändlers Spar mit CO2-neutraler Wärme. 

Als die Verantwortlichen rund um Ernst Sutter, Verwaltungsratspräsident der SBAG, am Dienstagvormittag gemeinsam mit dem Gossauer Stadtpräsident Wolfgang Giella symbolisch das Band durchschnitten, regnete es Holzschnitzel. Und zwar nicht vom Himmel, sondern aus der imposanten Kranschaufel des Schnitzelbunkers. Diese und weitere technische Anlagen der modernen Schnitzelheizung erlebten die Gäste bei der anschliessenden Führung durch die neue Energiezentrale. Die Dimensionen beeindruckten: Alleine der Heisswasserspeicher misst über 18 Meter und fasst 200’000 Liter Heisswasser, das durch die Verbrennung von naturbelassenen Waldhackschnitzeln erzeugt wird.

«Die Anlage entspricht den neuesten Standards bezüglich Energietechnik und Nachhaltigkeit», unterstreicht Stefano Martinetti, Leiter Areale und Technik der Ernst Sutter AG und Leiter des Bauprojekts, den Umweltgedanken. Das gesamte Projekt basiert auf einem ökologisch ganzheitlichen Konzept – dies gehe sogar so weit, dass die Holzschnitzel ausschliesslich aus heimischen Wäldern in einem Umkreis von maximal 100 Kilometern stammen. Die SBAG spart gegenüber der vorherigen Ölheizung jährlich 2850 Tonnen CO2 ein. Stadtpräsident Wolfgang Giella zeigte sich in seiner Ansprache erfreut über das Engagement der beteiligten Unternehmen. Er lobte den visionären Charakter dieses Leuchtturmprojekts, das eine Vorreiterrolle im Bestreben nach regionaler Nachhaltigkeit einnehme.

Der Spatenstich für die Schnitzelheizung der SBAG erfolgte im Dezember 2017. Knapp anderthalb Jahre später konnte die Schnitzelheizung termingerecht ans Netz gehen. Technisch umgesetzt und geleitet wurde das Bauprojekt von der Miteigentümerin Ernst Sutter AG. Das Unternehmen verfügt nicht nur über das benötigte Bauland, sondern auch über das Know-how und die Erfahrung, um dieses Projekt erfolgreich zu realisieren. Zudem ist die neue Energiezentrale ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsbestrebungen der Fleischverarbeiterin und natürlich auch der SBAG.