Nationaler Bildungspreis für Ems-Chemie
13.11.2019

Nationaler Bildungspreis für Ems-Chemie

Die Ems-Chemie wurde am 12. November in Biel mit dem vierten Nationalen Bildungspreis ausgezeichnet, weil sie mit ihrer vorbildlichen Berufsbildung und deren Förderung im In- und Ausland überzeugt. Die Gossauer Holzbauunternehmerin Katharina Lehmann hob hervor, dass sich ihre Branche auch dank der Berufsbildung stark entwickeln könne.

Der Nationale Bildungspreis wird gemeinsam von der Hans-Huber-Stiftung aus Heerbrugg und der Zürcher Stiftung FH Schweiz verliehen. Beide Institutionen haben sich der Förderung des dualen Bildungswegs verschrieben. Die Wirtschaft stehe in der Pflicht, das Berufsbildungsmodell bekannter zu machen, um qualifiziertere Lehrlinge zu finden, sagte Christian Fiechter (links im Bild), Präsident der Hans-Huber-Stiftung. Das Preisgeld von 20‘000 Franken wird in die Entwicklung einer firmeninternen Berufsbildung-App investiert. Fiechter freute sich deshalb umso mehr, dass die Preisgelder der letzten Preisverleihungen einiges bewirkt hätten.

Für Tradition und Modernität
Katharina Lehmann (2. v. r.) sprach exemplarisch über die Entwicklung in der Holzwirtschaft. Die Verwaltungsratsdelegierte der Lehmann-Gruppe Gossau bezeichnete das duale Bildungssystem als wichtiges Fundament, auf dem ihre Branche schon heute die Zukunft baue – mit «digitaler Kompetenz», die immer mehr gefragt sei. Die Holzwirtschaft lebe von gut ausgebildeten Menschen, «die in unserer Branche arbeiten, sich engagieren und die auch das Potenzial haben, im Ausland zu arbeiten». Lehmann berichtete über Einsätze von Schweizer Fachkräften in Schwellenländern, die für die Multiplikation im Ausland besorgt seien. Die Mitarbeiter seien Erfolgsfaktoren, weil sie sich dem Handwerk und damit der Tradition, gleichzeitig aber der Modernität verpflichtet fühlten.

«Mentorin der Berufsbildung»
Magdalena Martullo-Blocher (2. v. l.), CEO der Ems-Chemie, nahm den vierten Nationalen Bildungspreis stellvertretend für ihr Aus- und Weiterbildungsteam aus den Händen von Christian Wasserfallen (rechts) entgegen. Der Nationalrat ist Präsident der Stiftung FH Schweiz und bezeichnete Martullo-Blocher in seiner Laudatio als «emsige Mentorin der Berufsbildung und Glücksfall», weil sie sich als Unternehmerin ganz praktisch und als Nationalrätin auch in der Politik für das duale Bildungssystem starkmache.