Nach der Wahl ist vor der Wahl
07.12.2018

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die St.Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter ist Nachfolgerin von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Die Wilerin schafft es im ersten Wahlgang mit 154 Stimmen. Die St.Galler CVP will nun den frei werdenen Ständeratssitz mit Regierungsrat Beni Würth zurückerobern. Und auch FDP-Nationalrat Marcel Dobler hat bereits Interesse angemeldet.

Karin Keller-Sutter (FDP) ist die erste Bundesrätin aus dem Kanton St.Gallen und das sechste Bundesratsmitglied aus diesem Kanton überhaupt. Ihre Vorgänger waren Wilhelm Matthias Naeff (FDP, 1848 bis 1875), Arthur Hoffmann (FDP, 1911 bis 1917), Karl Kobelt (FDP, 1940 bis 1954), Thomas Holenstein (CVP, 1954 bis 1959) und Kurt Furgler (CVP, 1971 bis 1986), weiss der „Tagesanzeiger“.

Auch bei der Nachfolge von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard, die zuerst gewählt wurde, gab es keine Überraschung: Viola Amherd (VS) schafft es im ersten Wahlgang mit 148 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 121. Heidi Z’graggen (UR) kam auf 60, Gerhard Pfister (ZG) auf 17 Stimmen.

Die CVP Kanton St.Gallen kündigt derweilen an, sie wolle den frei werdenden Ständeratssitz mit Regierungsrat Benedikt Würth zurückgewinnen. Und auch FDP-Nationalrat Marcel Dobler liebäugelt mit dem Sitz, um den am 10. März 2019 gekämpft wird. Last, but not least hat auch die SVP Ambitionen - eventuell will sie mit Regierungsrat Stefan Kölliker antreten.