11.04.2018

Mang will Klinik verkaufen

Villa, Helikopterlandeplatz, Bootshaus: Das Anwesen von Schönheitschirurg Werner Mang und seiner Klinik in Rorschacherberg ist ausgeschrieben.

Er wurde einst als «Deutschlands bekanntester Schönheitschirurg» betitelt – eine Bezeichnung, die er seither selbst gerne benutzt. Seit zehn Jahren bietet Werner Mang in seiner «Mangklinik Swiss» in Rorschacherberg Hautstraffungen, Nasenkorrekturen und Fettabsaugungen für eine vorwiegend prominente, internationale Kundschaft in einem standesgemässen Setting an, das er auch gerne in den Medien präsentierte.

Seit Neustem erscheint das Anwesen freilich nicht in den redaktionellen Spalten, sondern in Inseratebeilagen. Unter dem Titel «High Society willkommen!» ist es in Zeitungen und Onlineplattformen ausgeschrieben. Als Maklerfirma tritt Engel & Völkers in Erscheinung.

Das Grundstück mit Seeanstoss, auf dem die Mangklinik liegt, umfasst 6'400 Quadratmeter und bietet eine grandiose Sicht über den Bodensee. Zum Ensemble gehören eine Jugendstilvilla und ein zweites Gebäude, welches als Klinik genutzt wird, ausserdem fünf Garagen, ein Bootshaus, einen privaten Badesteg und einen Helikopterlandeplatz. Die Gartenanlage trägt die Handschrift von Enzo Enea.

Die Villa mit einer Wohnfläche von 720 Quadratmetern verfügt über 14 Zimmer, 5 Badezimmer und ist unter anderem mit Whirlpool, Sauna, Fitnessraum und einem Jagdzimmer bestückt. «Mit der Mangklinik Swiss ist für Professor Mang ein Traum in Erfüllung gegangen», heisst es auf der Website. Nun scheint er sie aufzugeben.

In der Ausschreibung werden weder Besitzer noch Preisvorstellung genannt. Laut dem «Tagblatt» hat Werner Mang freilich schon 2015 mögliche Käufer für sein Grundstück sondiert, damals über den Bregenzer Immobilienmakler Ludwig Nemeth. Über die Gründe der Verkaufsabsichten wird spekuliert, Mang liess sich bislang nicht zu den Verkaufsabsichten verlauten. Bekannt ist, dass ihm ein geplanter Seeuferweg, der derzeit ausgearbeitet wird und über Mangs Parzelle führen soll, Ärger bereitet. Ob der Weg tatsächlich gebaut wird, ist allerdings noch unklar.