LGT steigert 2018 erneut Gewinn
18.03.2019

LGT steigert 2018 erneut Gewinn

Der liechtensteinische Vermögensverwalter LGT Group hat beim Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2018 erneut zugelegt. Das Wachstum hat sich im Vergleich zum Vorjahr abgeschwächt. 

Insgesamt hat die LGT den Konzerngewinn um 11 Prozent auf 314,1 Millionen Franken gesteigert. Dies teilt die Gesellschaft mit, die sich im Besitz der Fürstenfamilie befindet. 

In einem von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten geprägten Marktumfeld blieb die LGT im Geschäftsjahr 2018 auf Wachstumskurs. Dabei profitierte sie von ihrer breit abgestützten Ertragsbasis, die sie in den vergangenen Jahren im Zuge der internationalen Wachstumsstrategie gezielt ausgebaut hat. Die Erträge und Kosten des im Mai 2017 akquirierten Private-Banking-Geschäfts von ABN AMRO in Asien und dem Mittleren Osten sowie des im Juni 2017 übernommenen, in London und Paris ansässigen Private-Debt-Managers European Capital Fund Management waren 2018 erstmals ganzjährig in den Resultaten der LGT enthalten. 

Bruttoerfolg erhöht
Die LGT erhöhte ihren Bruttoerfolg im Jahr 2018 um 9 Prozent auf 1,68 Milliarden Franken. Infolge der höheren Vermögensbasis stieg der Kommissions- und Dienstleistungserfolg um 8 Prozente auf 1,09 Milliarden Franken. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich um 20 Prozent auf 277,8 Millionen Franken, wozu auch das ausgebaute Geschäft in Asien erheblich beitrug. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Ertrag stieg um 3 Prozent auf 307,8 Millionen Franken. 

Auf der Aufwandseite reflektiert die Entwicklung in der Berichtsperiode ebenfalls das höhere Geschäftsvolumen. Insgesamt stieg der Geschäftsaufwand auf 1,24 Milliarden Franken, was einer Erhöhung um 9 Prozent entspricht. Das Kosten-Ertragsverhältnis blieb unverändert bei rund 74 Prozent. Der Personalaufwand stieg um 8 Prozent auf 924 Millionen Franken, was laut der Bank primär auf den erweiterten Mitarbeiterbestand zurückzuführen ist. Der Sachaufwand erhöhte sich um 15 Prozent auf 316,4 Millionen Franken. Die Wertberichtigungen, Abschreibungen und Rückstellungen blieben mit 84.1 Millionen Franken stabil. 

Rückgang bei verwalteten Vermögen 
Die LGT verzeichnete 2018 einen soliden Netto-Neugeldzufluss von 6,8 Milliarden Franken, entsprechend einer Wachstumsrate von 3 Prozent. 

Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende 2018 auf 198,2 Milliarden Franken und lagen um 2 Prozent tiefer als am Ende des Vorjahres. Die Bank mach dafür negative Markt- und Währungseffekte verantwortlich. 

Strategie und Ausblick 
Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie will die LGT ihre internationalen Plattformen weiter stärken, aber auch Skaleneffekte umfassender nutzen und die Möglichkeiten der Digitallisierung weiter ausschöpfen, teilt die Bank mit. Mit dem Anfang März 2019 eröffneten neuen Standort in Bangkok unterstreiche die LGT ihren Wachstumskurs in Asien. 

LGT in Kürze 
Die LGT ist eine führende internationale Private Banking und Asset Management Gruppe, die sich seit über 80 Jahren im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein befindet. Ende 2018  verwaltete die LGT Vermögenswerte von 198.2 Milliarden Franken für vermögende Privatkunden und institutionelle Anleger. Die LGT beschäftigt über 3400 Mitarbeitende an über 20 Standorten in Europa, Asien, Amerika und dem Mittleren Osten.