05.09.2018

«La Conditoria» gewinnt Prix Montagne

Die Bäckerei «La Conditoria» aus Sedrun im bündnerischen Tujetsch gewinnt den mit 40’000 Franken dotierten Prix Montagne 2018. Reto Schmid hat mit seinem Team eine Mini-Nusstorte entwickelt, die inzwischen millionenfach produziert und in zehn verschiedene Länder exportiert wird.

Der Publikumspreis Prix Montagne geht heuer ins Wallis: Die Hotelkooperation «Die Lötschentaler» überzeugte eine Mehrheit der über 6100 Stimmen für sich. Die 20’000 Franken Preissumme stiftete bereits zum zweiten Mal die Schweizerische Mobiliar.

Sichtlich überwältigt hat Bäcker Reto Schmid den Prix Montagne 2018 entgegengenommen; «Wir haben in den letzten Jahren viel Herzblut und noch mehr Arbeit in unsere Nusstörtli gesteckt. Der Prix Montagne ist eine grossartige Bestätigung für unseren Weg, das freut mich riesig». Als die Dorfbäckerei nach der Schliessung der NEAT-Baustelle in Schwierigkeiten geriet, besann sich Reto Schmid auf seine Hausspezialität, die Bündner Nusstorte, und erfand diese als Einzelportion neu. Heute werden jährlich rund fünf Millionen Mini-Nusstörtli in acht verschiedenen Sorten verkauft, die weltweit grossen Anklang finden. Das Unternehmen beschäftigt rund dreissig Mitarbeitende; sie verarbeiten wo immer möglich einheimische Produkte. «Meine Leute machen einen Mega-Job. Auch sie haben den Prix Montagne gewonnen!», sagte Reto Schmid im Rahmen der Preisverleihung. Der Jurypräsident, Olympiasieger Bernhard Russi, zeigte sich begeistert vom erfolgreichen Unternehmen aus der Surselva: «Die Conditoria schafft enorm viel Wertschöpfung in einer abgelegenen Bergregion. Reto und sein Team beweisen eindrücklich, wie man von einem dezentralen Standort aus auf dem internationalen Markt erfolgreich sein kann. Chapeau!»

Publikumspreis Prix Montagne geht an «Die Lötschentaler»
Zusätzlich zum Prix Montagne wurde der mit 20’000 Franken dotierte Publikumspreis Prix Montagne verliehen, der von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet wird. Über 6100 Personen haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt. Die Walliser Hotelkooperation «Die Lötschentaler» hat sich schliesslich durchgesetzt. Drei unterschiedliche Hotels aus Blatten bringen unterschiedliche Stärken in die Zusammenarbeit mit ein, was vor allem den Gästen viele Vorteile bringt. Dorothea Strauss, Leiterin des Bereichs Corporate Social Responsibility der Mobiliar, sagte an der Preisverleihung in Bern: «Das Lötschental ist grossartig und die Lötschentaler Hoteliers setzen auf Synergien und Austausch. Sie lasten so ihre drei Häuser besser aus und stärken gleichzeitig ihre Tourismusregion. Ich bin sehr beeindruckt von dieser Zusammenarbeit und den Gastgeberfamilien und gönne ihnen diese Auszeichnung von Herzen.»

Jährlicher Preis seit 2011
Zum achten Mal zeichneten die Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe wirtschaftlich erfolgreiche Projekte und Unternehmen aus dem Berggebiet aus, die nachweislich und beispielhaft einen Beitrag zu Wertschöpfung, zu Beschäftigung oder zu ökonomischer Vielfalt leisten. Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr zusätzlich der mit 20’000 Franken dotierte Publikumspreis Prix Montagne vergeben, der von der Schweizerischen Mobiliar gestiftet wird. 2018 wurden insgesamt 49 Projekte eingereicht.

Aus den eingereichten Projekten bestimmte die Jury sechs Favoriten, einer davon gewann den Prix Montagne. Zur Bestimmung des Gewinners des Publikumspreises werden die nominierten Projekte dem Publikum angeboten. 2018 haben deutlich über 6000 Personen an der Abstimmung teilgenommen.

Die sechs Favoriten stammen aus unterschiedlichen Regionen und zeigen eindrücklich, wie man die Stärken des Berggebiets nutzen und die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen verbessern kann. Durch ihren Modellcharakter und ihre konsequente Umsetzung sind die Projekte auch auf andere Regionen übertragbar und sollen den Menschen in den Bergen als Inspiration dienen.

Weitere Informationen und Videos zum Prix Montagne 2018: www.berghilfe.ch/prixmontagne