21.11.2016

Kompass übernimmt Velowerkstatt

Die Bischofszeller «Kompass Arbeitsintegration» übernimmt die Velowerkstatt des Arbeitsintegrationsprogramms «Heks TG Job», das per Ende November seine Tätigkeit einstellt. Damit können Erwerbslose mit Fertigkeiten im mechanischen Bereich weiterhin optimal in die Arbeitswelt eingegliedert werden.

Marcel Rüegger, Geschäftsleiter von Kompass Arbeitsintegration, sieht in der Übernahme der Velowerkstatt eine optimale Ergänzung zu den bestehenden Abteilungen, in denen Erwerbslose für den Wiedereinstieg in den Berufsalltag vorbereitet werden.

Betrieb ab Januar in Bischofszell
Die Betriebsaufnahme am neuen Standort in Bischofszell ist für Januar 2017 vorgesehen. Die Umzugsarbeiten sind für diesen Dezember geplant, so dass der Betrieb praktisch nahtlos weitergeht. Das Hilfswerk der evangelischen Kirchen der Schweiz (Heks) muss sein eigenes Integrationsprogramm in Amriswil schliessen, weil die Auslastung in den letzten Monaten immer schlechter wurde.

Mitarbeiter wird übernommen
Dank der Übernahme der Velowerkstatt kann mindestens ein Bereich von «Heks TG Job» weiterbestehen. Für Kontinuität sei gesorgt, so Rüegger: «Wir übernehmen nicht nur zehn vollständig ausgerüstete Arbeitsplätze, sondern beschäftigen auch Frank Schwarz weiter. Er war bei Heks seit 2014 Leiter der Velowerkstatt und kennt als Sozialpädagoge unsere Anforderungen an professionelle Arbeitsintegration. Wir passen ausgezeichnet zusammen.»

Velos zu reparieren und zu revidieren und damit Erwerbslosen den Wiedereinstieg zu erleichtern, gehöre überdies bereits seit einigen Jahren zu den Angeboten bei Kompass Arbeitsintegration: «Unsere bestehende kleine Veloecke, die wir nebenbei betrieben haben, können wir damit zu einer vollwertigen Abteilung ausbauen.»

Keine Konkurrenz für Fachgeschäfte
Rüegger sieht Potenzial, mit diesem Angebot Menschen aus verschiedenen mechanischen Berufen neue Perspektiven zu ermöglichen. Die Ausrichtung erfolge auf andere Zielgruppen als beim Heks. Er rechne mit einem baldigen Anstieg der Zuweisungen von arbeitslosen Fachkräften in die Velowerkstatt, in der bis zu maximal 14 Personen beschäftigt werden können.

Weiter betont Rüegger, dass die Velowerkstatt keine Konkurrenz zu den Velofachgeschäften im Thurgau sei: «Wir haben sogar ein Velofachgeschäft auf unserem Areal, mit dem wir gut zusammenarbeiten. Wir ergänzen uns gegenseitig. Wir beschränken uns bei Reparaturen auf Velos, die sonst im Fachhandel nicht mehr verkauft werden könnten. Sie werden zum Beispiel für gemeinnützige Organisationen oder für den Verkauf im Ausland flott gemacht.»

Bildlegende: Frank Schwarz wird ab Januar bei Kompass Arbeitsintegration die neue Velowerkstatt betreiben.