St.Gallen

KI nutzen und trotzdem selber denken

KI nutzen und trotzdem selber denken
Neurowissenschaftlerin Maria Brasser regte die Arbeitgeber zum Mitdenken an und gab Tipps für ein leistungsfähiges Gehirn
Lesezeit: 2 Minuten

Künstliche Intelligenz nutzen und das eigene Gehirn weiter fordern: Dafür plädierte Neurowissenschaftlerin Maria Brasser beim ersten regionalen Dialoganlass der IV-Stelle St.Gallen. Im Bächlihof in Jona erhielten Arbeitgeber zudem Einblicke in die berufliche Integration und lernten ein neues Instrument für den Austausch mit Mitarbeitern und Ärzten kennen.

Text: pd/stz.

Ist es sinnvoll, KI einzusetzen? Für Maria Brasser lautet die Antwort ja, allerdings mit einem Vorbehalt: Der Mensch lernt, indem er ausprobiert, Fehler macht und daraus Erkenntnisse gewinnt. Das eigene Denken bleibt deshalb gefragt.

Die Neurowissenschaftlerin bezog das Publikum aktiv in ihr Referat ein, brachte die Gäste in Bewegung und regte zum Mitdenken an. Dazu gab sie praktische Tipps für ein leistungsfähiges, gesundes Gehirn. Ihr Rat: sich selbst und damit dem Gehirn immer wieder bewusst eine Pause gönnen.

Brasser verbindet Forschung und Unterrichtspraxis. Sie ist Mitgründerin und Chief Education Officer der Hirncoach AG, promovierte in kognitiven und affektiven Neurowissenschaften an der Universität Zürich und arbeitet seit 14 Jahren auch als Klassenlehrerin an der Gewerbeschule Chur.

Die Informationen der IV-Stelle zur beruflichen Integration stiessen bei den Arbeitgebern auf reges Interesse
Die Informationen der IV-Stelle zur beruflichen Integration stiessen bei den Arbeitgebern auf reges Interesse

Zum Auftakt begrüsste Patrick Scheiwiller, Leiter der IV-Stelle und Mitglied der Geschäftsleitung der SVA St.Gallen, die Arbeitgeber. Er freute sich über das Interesse am erstmals durchgeführten regionalen Dialoganlass und zog Bilanz zur beruflichen Integration: Im vergangenen Jahr sei es gelungen, 1438 Personen in die Arbeitsfähigkeit zurückzuführen und nachhaltige Lösungen zu finden.

Weitere Möglichkeiten für Arbeitgeber zeigte Michael Rimle, Leiter berufliche Integration der IV-Stelle, auf. Er stellte das neu geschaffene reWork-Profil vor. Das Instrument erleichtert die Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Arbeitgebern und behandelnden Ärzten. Es soll dazu beitragen, Menschen vollständig oder teilweise im Arbeitsprozess zu halten oder wieder zu integrieren.

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