St.Gallen

Kanton lanciert Inno-Netzwerk für KMU

Kanton lanciert Inno-Netzwerk für KMU
Thomas Utz
Lesezeit: 2 Minuten

Der Kanton St.Gallen startet mit dem «Inno-Netzwerk St.Gallen» eine neue Initiative zur Stärkung der Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen. In moderierten Netzwerken sollen KMU gemeinsam an konkreten Herausforderungen arbeiten, Wissen teilen und neue Lösungen entwickeln. Drei Unternehmen sind bereits beteiligt, weitere Partner werden gesucht.

Text: stz.

Der Kanton St.Gallen lanciert mit dem «Inno-Netzwerk St.Gallen» ein neues Format zur Förderung von Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Ziel ist es, Unternehmen stärker zu vernetzen und ihnen eine Plattform zu bieten, um gemeinsam an realen Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag zu arbeiten.

Während Grossunternehmen oft über eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen verfügen, stehen viele KMU bei Innovationsprojekten vor Hürden wie begrenzten Ressourcen oder fehlender Vernetzung. Genau hier setzt das neue Netzwerk an. In moderierten Gruppen sollen Unternehmen voneinander lernen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln.

Das Pilotprojekt ist Teil der wirtschaftspolitischen Strategie des Kantons St.Gallen zur Stärkung der Innovationskraft des Standorts. Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner betont dabei die Bedeutung geeigneter Rahmenbedingungen: «Innovation beginnt bei den Rahmenbedingungen.» Ziel sei es, KMU niederschwellige und praxisnahe Möglichkeiten zu bieten, um gemeinsam Innovationen voranzutreiben.

Simon Schlegel
Simon Schlegel

Umgesetzt wird das Inno-Netzwerk St.Gallen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Innovation, Design und Engineering (IDEE) der OST Ostschweizer Fachhochschule. Co-Leiter Thomas Utz sieht grosses Potenzial im Austausch zwischen Unternehmen: «Im Austausch mit anderen KMU entstehen bessere Fragen, mutigere Ideen und tragfähigere Lösungen.» Das Institut sorgt für die organisatorischen Rahmenbedingungen, damit sich die beteiligten Unternehmen auf ihre Innovationsprojekte konzentrieren können.

Das Netzwerk steht grundsätzlich allen interessierten Unternehmen offen. «Eingeladen sind alle, die Neugier, Ideen, Erfahrungen und Lust auf Zusammenarbeit mitbringen», sagt Simon Schlegel, Projektleiter Innovation beim Kanton St.Gallen. Ziel sei es, über Branchengrenzen hinweg zu denken und gemeinsam Lösungen für konkrete Herausforderungen zu entwickeln.

Drei St.Galler Unternehmen haben bereits konkrete Fragen eingebracht und fungieren als Pionierpartner des Netzwerks. Die Aepli Metallbau AG in Gossau beschäftigt sich mit dem Aufbau einer zentralen Datenquelle für Produktion und Lieferkette. Die Heberlein Technology AG in Wattwil arbeitet an der lückenlosen Rückverfolgung ihrer Produkte. Die HB-Therm AG in St.Gallen wiederum untersucht den Weg von reinen Gerätedaten hin zu neuen digitalen Dienstleistungen.

Für jede dieser Herausforderungen sucht das Inno-Netzwerk nun drei bis fünf weitere KMU, die sich aktiv einbringen und gemeinsam an Lösungen arbeiten möchten. Die Ausschreibung für Netzwerkpartner ist gestartet, interessierte Unternehmen können sich bis Mitte März bewerben.

Weitere Informationen zu den Herausforderungen und zur Teilnahme sind unter innonetzwerk.sg.ch verfügbar.

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