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Kann sich private Kulturproduktion lohnen?

Kann sich private Kulturproduktion lohnen?
Konrad Hummler
Lesezeit: 2 Minuten

Kultur besitzt einen hohen gesellschaftlichen Wert, lässt sich aber nur selten allein über den Markt finanzieren. Wie aus persönlicher Leidenschaft ein tragfähiges Kulturprojekt entstehen kann, diskutieren Christoph Lanter und Wirtschaftsprofessor Mathias Binswanger am 29. September in der Krone in Speicher mit dem Finanzfachmann und Bach-Mäzen Konrad Hummler.

Text: stz.

Kultur ähnelt in mancher Hinsicht der Wissenschaft: Ihr Nutzen für die Gesellschaft ist gross, ihr wirtschaftlicher Ertrag hingegen oft schwer messbar. Konzerte, Theaterproduktionen, Museen und andere kulturelle Angebote können ohne private oder öffentliche Zuschüsse häufig nur in Nischen bestehen. Wer Kultur produziert, bewegt sich deshalb stets im Spannungsfeld zwischen Leidenschaft, gesellschaftlichem Auftrag und finanzieller Realität.

Doch wie funktioniert Kulturwirtschaft in der Praxis? Wie viel Idealismus braucht ein privates Kulturprojekt, und wie viel unternehmerisches Denken verträgt es? Wann wird aus persönlicher Begeisterung ein dauerhaftes Engagement? Und lässt sich kultureller Wert überhaupt mit wirtschaftlichen Massstäben erfassen?

Die Gastgeber Christoph Lanter und Mathias Binswanger
Die Gastgeber Christoph Lanter und Mathias Binswanger

Lanter fragt, Binswanger sagt

Diesen Fragen widmet sich die nächste Folge von «Wirtschaft in der Wirtschaft» am Dienstag, 29. September 2026, in der Krone in Speicher. Unter dem Titel «Passionen, die sich lohnen? Zur Ökonomie privater Kulturproduktion» befragt Christoph Lanter den Ökonomen und Glücksforscher Mathias Binswanger. Dieser ordnet die Zusammenhänge verständlich, pointiert und mit dem für das Gesprächsformat typischen Blick über gängige Denkmuster hinaus ein.

Als Gast nimmt Konrad Hummler an der Diskussion teil. Der frühere Privatbankier entwickelte 1999 gemeinsam mit dem Musiker Rudolf Lutz die Idee zur J. S. Bach-Stiftung St.Gallen. Die privat finanzierte Stiftung verfolgt das ambitionierte Ziel, das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufzuführen, audiovisuell festzuhalten und weltweit zugänglich zu machen.

Hummler ist Präsident des Stiftungsrats und bringt damit langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Finanzwirtschaft, Mäzenatentum und professioneller Kulturproduktion ein.

Mattes Films  

Kultur trifft Ökonomie

Das Gespräch verspricht einen praxisnahen Blick hinter die Kulissen privater Kulturförderung. Im Zentrum stehen nicht nur Kosten, Einnahmen und Finanzierung, sondern auch die Frage, weshalb Menschen beträchtliche Mittel, Zeit und Energie in kulturelle Vorhaben investieren und welchen Mehrwert solche Engagements für eine Region und die Gesellschaft schaffen.

Der LEADER begleitet «Wirtschaft in der Wirtschaft» als Medienpartner. Tickets für den Anlass in Speicher können unter www.wirtschaft-in-der-wirtschaft.ch reserviert werden.

Die nächste Ausgabe des Gesprächsformats findet am 10. November 2026 in St.Gallen statt.

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