Thurgau

Janka macht Lehrlingen Mut

Janka macht Lehrlingen Mut
Janka mit der grossen Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups 2010
Lesezeit: 7 Minuten

Was hilft, wenn die Motivation nachlässt, der Leistungsdruck steigt oder Rückschläge am Selbstvertrauen nagen? Am «Tag der Lernenden» vom Montag, 23. November 2026, im Thurgauerhof in Weinfelden geben vier Referenten konkrete Antworten. Mit dabei sind Ski-Olympiasieger Carlo Janka und der ehemalige NASA-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen. Im Mittelpunkt stehen 20 Tipps, die den Berufsnachwuchs und seine Ausbildner im Alltag weiterbringen sollen.

Text: pd/stz.

Eine anspruchsvolle Aufgabe im Lehrbetrieb, Prüfungen in der Berufsfachschule und hohe Erwartungen an die eigene Leistung: Die Lehrzeit fordert junge Menschen auf verschiedenen Ebenen. Fachwissen allein reicht dabei nicht immer aus. Gefragt sind auch Konzentration, Zuversicht und die Fähigkeit, nach einem Rückschlag wieder anzupacken.

Hier setzt der «Tag der Lernenden» an. Unter dem Motto «4 × 5 Rezepte» vermitteln vier Referenten jeweils fünf praxistaugliche Tipps für den Berufsalltag. Der Nachmittag richtet sich an Lernende, Ausbildner und weitere Interessierte aus der Nordostschweiz. Durch das Programm führt Moderator Reto Scherrer.

Vom Spitzensport in den Lehrbetrieb

Mit Carlo Janka kommt ein Referent nach Weinfelden, der sowohl die Höhepunkte als auch die schwierigen Seiten einer Leistungskarriere kennt. Der Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger spricht darüber, wie sich der Glaube an die eigenen Fähigkeiten auch in anspruchsvollen Phasen bewahren lässt.

Seine Botschaft lässt sich unmittelbar auf die Ausbildung übertragen: Entscheidend ist, die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was sich beeinflussen lässt. Kleine Fortschritte können dabei ebenso wichtig sein wie grosse Ziele. «Positives Denken bedeutet für mich nicht, alles schönzureden», sagt Janka. Vielmehr gehe es darum, die eigene Haltung bewusst zu wählen und Herausforderungen als Gelegenheit zur Entwicklung zu verstehen.

Eine weitere Perspektive bringt Thomas Zurbuchen ein. Der Astrophysiker leitete von 2016 bis 2022 die Wissenschaftsaktivitäten der NASA und steht heute ETH Zurich Space vor. In Weinfelden zeigt er auf, welche Rolle positives Denken, Einsatzbereitschaft und Begeisterung für den eigenen Weg spielen und weshalb es sich lohnt, ambitionierte Ziele zu setzen.

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Thomas Zurbuchen
Thomas Zurbuchen

Mehr Konzentration und mentale Stärke

Wie das Gehirn unter Belastung funktioniert, erklärt Sina Bärtsch. Die Psychologin von Hirncoach vermittelt unter dem Titel «Fit im Hirn» wissenschaftlich fundierte Strategien, mit denen sich Konzentration, Energie, Produktivität und Lernerfolg gezielt fördern lassen.

Der Sozialpädagoge und Führungskräftetrainer Andreas Schrenk widmet sich der Positiven Psychologie. Anhand kurzer Übungen stellt er fünf Methoden vor, die helfen sollen, den Lehralltag und den Umgang mit Herausforderungen bewusster zu gestalten.

Damit die Impulse über den Nachmittag hinaus wirken können, erhalten alle Teilnehmer eine kompakte Zusammenfassung der 20 Tipps.

Investition in den Berufsnachwuchs

Für Organisator Gregor Wegmüller reicht der Nutzen über die einzelne Veranstaltung hinaus: «Wer junge Berufsleute bereits während der Ausbildung stärkt, ihnen Orientierung gibt und aufzeigt, wie sie sich optimal auf den Berufsalltag vorbereiten und ihr Potenzial entfalten können, legt einen Grundstein, der weit über die Lehrzeit hinausreicht.»

Auch Lehrbetriebe sollen profitieren. Wer seinen Lernenden die Teilnahme ermöglicht, setzt ein Zeichen für deren persönliche und berufliche Entwicklung. Das kann die Bindung an den Betrieb stärken und dessen Attraktivität als Ausbildungsort fördern. Gemäss Veranstalter gaben 96 Prozent der Teilnehmer von 2025 an, der Nachmittag habe ihnen wertvolle Impulse für ihre Lehrzeit vermittelt.

Der Anlass steht unter dem Patronat des Thurgauer Departements für Erziehung und Kultur, des Thurgauer Gewerbeverbandes, der Industrie- und Handelskammer Thurgau und des Verbands Thurgauer Landwirtschaft.

St.Galler Stadtwerke  
Carlo Janka
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Carlo Janka: «Die Einstellung ist oft der Unterschied zwischen Stillstand und Entwicklung»

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