Thurgau

Holcim prüft Muschelschalen als Rohstoff

Holcim prüft Muschelschalen als Rohstoff
Lesezeit: 2 Minuten

Für die grossen Muschelschalenablagerungen im Hochrhein zeichnet sich eine mögliche Verwertung ab: Im Holcim-Zementwerk Siggenthal wird untersucht, ob Quaggamuschelschalen natürlichen Kalkstein ersetzen können. Für den Industrieversuch ist die Entnahme von rund 100 Kubikmetern Muschelsedimenten bei Stein am Rhein vorgesehen. Die Kantone Thurgau und Schaffhausen lassen zudem einen Einsatz in der Düngemittelindustrie prüfen.

Text: pd/stz.

Im Zentrum steht die Frage, ob die kalkhaltigen Muschelschalen im Zementherstellungsprozess als Ersatz für natürlichen Kalkstein eingesetzt werden können

Entscheidend sind dabei die Stabilität des Produktionsprozesses und die Einhaltung der Qualitätsanforderungen. Parallel laufen Versuche zur Verwendung der Schalen in der Düngemittelindustrie. Die Ergebnisse werden gegen Ende 2026 erwartet.

Eine erfolgreiche Verwertung könnte die Voraussetzung schaffen, um grössere Mengen der Ablagerungen zu entfernen und damit den Weitertransport in tiefere Flussabschnitte zu reduzieren. Grossflächige Ausbaggerungen kommen für die Kantone allerdings nur infrage, wenn sich das Material nachhaltig und zu verhältnismässigen Kosten verwerten lässt.

Grundlage der aktuellen Versuche sind vertiefte Untersuchungen aus dem vergangenen Jahr. Dabei liessen die beiden Kantone die Menge und Verbreitung lebender Quaggamuscheln erfassen sowie die Strömungsdynamik untersuchen. Die Abklärungen sollen erklären, wie das Schalenmaterial transportiert wird und weshalb sich an bestimmten Stellen besonders grosse Ablagerungen bilden. Die Erkenntnisse sind in einem Synthesebericht zusammengefasst.

Auch interessant

Holcim und Hugelshofer elektrifizieren Zementlogistik
Thurgau

Holcim und Hugelshofer elektrifizieren Zementlogistik

Wega 2026 übertrifft Erwartungen
Thurgau

Wega 2026 übertrifft Erwartungen

Stadler: Brunner folgt auf Bernsteiner
Thurgau

Stadler: Brunner folgt auf Bernsteiner