IHK empfiehlt Würth und Büchel im 2. Wahlgang
28.10.2019

IHK empfiehlt Würth und Büchel im 2. Wahlgang

Der Vorstand der Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell (IHK) empfiehlt die beiden bürgerlichen Kandidaten Benedikt Würth und Roland Rino Büchel im 2. Wahlgang zur Wahl in den Ständerat. Beide Kandidaten setzen sich für einen Kanton St.Gallen als starken Wirtschaftsstandort und attraktiven Lebensraum ein. Büchels Position im Europadossier wird jedoch kritisch beurteilt.

Im 2. Wahlgang um die St.Galler Ständeratssitze treten drei Kandidaten an. Nach einer eingehenden Diskussion empfiehlt der Vorstand der IHK St.Gallen-Appenzell die beiden bürgerlichen Kandidaten Benedikt Würth (CVP, bisher) und Roland Rino Büchel (SVP, Bild) zur Wahl in den Ständerat.

Für einen starken Wirtschaftsstandort St.Gallen
Die IHK St.Gallen-Appenzell steht für einen attraktiven Lebensraum und starken Wirtschaftsstandort Ostschweiz ein. Diese Haltung wird von den Kandidaten Würth und Büchel vertreten: Beide zeigen eine grosse Übereinstimmung mit den wirtschaftspolitischen Positionen der IHK wie Eigenverantwortung, Unternehmertum, liberaler Arbeitsmarkt, Rolle des Staates und steuerlich attraktives Umfeld. Der IHK-Vorstand ist daher überzeugt, dass die beiden empfohlenen Kandidaten eine starke Stimme für den Kanton St.Gallen und somit für den Wirtschaftsstandort Ostschweiz einbringen werden.

Differenzen im Europadossier
Eingehend diskutiert wurde die Positionierung der verbleibenden Kandidaten in dem für die Schweiz zentralen Europadossier. Der Vorstand der IHK beurteilt die klar ablehnende Haltung Büchels zum institutionellen Rahmenabkommen mit der EU als kritisch: Die Schweizer Wirtschaft, insbesondere die in der Ostschweiz stark verankerte Exportindustrie, ist auf einen rechtssicheren und tragfähigen Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt Europa angewiesen. Der Vorstand der IHK St.Gallen-Appenzell erwartet von Roland Rino Büchel, dass er einen vernünftigen, exportwirtschaftsverträglichen Kurs im Umgang mit der EU unterstützt.

Paul Rechsteiner (SP) verfolgt klar abweichende Positionen in für die IHK zentralen wirtschaftspolitischen Fragen. Zudem stellt der Vorstand der IHK fest, dass auch Paul Rechsteiner dem vorliegenden Rahmenabkommen und somit stabilen Beziehungen zur EU ablehnend gegenübersteht.