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Huber+Suhner steigert Gewinn und erreicht Rekord-Auftragseingang

Huber+Suhner steigert Gewinn und erreicht Rekord-Auftragseingang
H+S-CEO Urs Ryffel
Lesezeit: 2 Minuten

Der Herisauer Technologiekonzern Huber+Suhner hat im Geschäftsjahr 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten einen Rekord beim Auftragseingang erzielt und die Profitabilität weiter verbessert. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahr um 13.7 Prozent auf 1.032 Milliarden Franken. Gleichzeitig erhöhte sich der Konzerngewinn um 3.6 Prozent auf 74.9 Millionen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine höhere Dividende von zwei Franken pro Aktie vor.

Text: stz.

Der Nettoumsatz lag mit 864.1 Millionen Franken zwar 3.3 Prozent unter dem Vorjahr, bereinigt um Währungs-, Kupferpreis- und Portfolioeffekte bewegte er sich mit 894.7 Millionen jedoch auf Vorjahresniveau. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 4.9 Prozent auf 90.8 Millionen. Die EBIT-Marge stieg von 9.7 auf 10.5 Prozent. Auch der freie operative Cashflow erhöhte sich deutlich auf 69.5 Millionen.

Der Auftragsbestand belief sich Ende Dezember auf 432.2 Millionen Franken. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Nettoumsatz lag bei 1.19 und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1.02.

Industrie wächst zweistellig

Besonders stark entwickelte sich das Industriesegment. Der Auftragseingang stieg um 16.2 Prozent auf 355.7 Millionen Franken, der Nettoumsatz um 17.5 Prozent auf 325.2 Millionen. Das Betriebsergebnis legte um 24.2 Prozent auf 58.4 Millionen zu, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 18.0 Prozent.

Wachstumstreiber waren unter anderem Lösungen für Prüf- und Messtechnik, Schnellladesysteme für Elektrofahrzeuge sowie Anwendungen in Luft- und Raumfahrt.

Kommunikation mit starkem Auftragsplus

Im Segment Kommunikation erhöhte sich der Auftragseingang um 21.9 Prozent auf 418.3 Millionen Franken. Grund dafür waren Grossaufträge für optische Switches von einem globalen Betreiber von Hyperscale-Rechenzentren.

Der Nettoumsatz sank jedoch um 22.4 Prozent auf 274.4 Millionen, da im Vorjahr ein grosses Projekt in Indien für einen ausserordentlich hohen Umsatz gesorgt hatte. Die EBIT-Marge lag bei 7.9 Prozent.

Transport stabilisiert sich

Das Transportsegment entwickelte sich stabil. Der Auftragseingang lag mit 258.0 Millionen Franken praktisch auf Vorjahresniveau, der Nettoumsatz betrug 264.5 Millionen. Das Betriebsergebnis stieg um 9.9 Prozent auf 21.0 Millionen, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8.0 Prozent.

Während der Bahnbereich stabile Nachfrage verzeichnete, blieb das Automotive-Geschäft weiterhin verhalten.

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Investitionen und Ausblick

Huber+Suhner investierte 2025 rund 61.5 Millionen Franken in Forschung und Entwicklung, was 7.1 Prozent des Nettoumsatzes entspricht. Weltweit beschäftigte das Unternehmen Ende Jahr 4224 Mitarbeiter, davon '176 in der Schweiz. Die Nettoliquidität lag bei 211.1 Millionen Franken, die Kapitalrendite (ROIC) bei 17.1 Prozent.

Für das Jahr 2026 erwartet Huber+Suhner ein organisches Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent. Die EBIT-Marge soll weiterhin im Zielband von neun bis zwölf Prozent liegen, angestrebt wird ein Wert in der oberen Hälfte dieses Bereichs. Voraussetzung dafür ist, dass Faktoren wie Inflation, Wechselkurse oder geopolitische Spannungen das Geschäft nicht wesentlich belasten.

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