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Huber+Suhner schliesst Ingun-Übernahme ab

Huber+Suhner schliesst Ingun-Übernahme ab
Mit der Übernahme erweitert Huber+Suhner sein Geschäft mit Prüf- und Messtechnik
Lesezeit: 2 Minuten

Huber+Suhner hat die Übernahme des deutschen Prüf- und Messtechnikspezialisten Ingun vollzogen. Das Konstanzer Unternehmen beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2025 einen Umsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich. Der Kaufpreis bleibt unter Verschluss.

Text: pd/stz.

Der Herisauer Technologiekonzern Huber+Suhner hat die Ingun Prüfmittelbau GmbH, die Ingun International GmbH und deren Tochtergesellschaften definitiv übernommen. Damit ist die am 22. Juli 2026 angekündigte Transaktion abgeschlossen.

Ingun mit Hauptsitz in Konstanz entwickelt und produziert hochpräzise Prüf- und Kontaktierungslösungen. Das Sortiment umfasst gefederte Kontaktstifte, Prüfadapter und kundenspezifisches Zubehör. Die Systeme kommen unter anderem bei der Prüfung von Leiterplatten, elektronischen Geräten, Steckverbindern und Batterien zum Einsatz.

Das 1971 gegründete Familienunternehmen beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Es verfügt über Produktionsstandorte in Europa und Asien sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz mit einer Präsenz in über 60 Ländern. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Ingun nach Angaben von Huber+Suhner einen Umsatz im hohen zweistelligen Millionenbereich.

Über den Kaufpreis haben die Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart.

Angebot wird technologisch breiter

Mit der Übernahme erweitert Huber+Suhner sein Geschäft mit Prüf- und Messtechnik. Ingun bringt Technologien und Produkte ein, die das bestehende Angebot ergänzen. Gleichzeitig erhält der Ostschweizer Konzern Zugang zu zusätzlichen Kunden und angrenzenden Märkten.

Huber+Suhner will sich damit stärker als Anbieter durchgängiger Testlösungen für Hochfrequenz-, Digital- und Energieanwendungen positionieren. Die Kombination der Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen soll es ermöglichen, Kunden von einzelnen Kontaktierungskomponenten bis zu umfassenden Prüflösungen zu bedienen.

«Die Akquisition von Ingun ist ein wichtiger Meilenstein in der Umsetzung unserer Strategie», erklärte Huber+Suhner-CEO Urs Ryffel bei der Ankündigung der Transaktion. Das Unternehmen wolle in attraktiven und hoch spezialisierten Märkten profitabel wachsen.

Auch Reto Bolt, COO des Industriesegments, verwies auf die langjährige Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. Ingun erweitere sowohl das Produktangebot als auch die technologischen Fähigkeiten in einem Markt, in dem Präzision und Zuverlässigkeit entscheidend seien.

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Ingun wird eigene Geschäftseinheit

Ingun wird künftig als Geschäftseinheit innerhalb des Industriesegments von Huber+Suhner geführt. Damit bleibt das Unternehmen organisatorisch erkennbar, wird aber in die Strukturen des börsenkotierten Technologiekonzerns eingebunden.

Für den bisherigen Ingun-Inhaber Armin Karl war nach eigenen Angaben entscheidend, dass der eingeschlagene Weg des Familienunternehmens unter dem neuen Eigentümer nachhaltig fortgesetzt werden könne. Huber+Suhner und Ingun verbinden neben ihrem technologischen Schwerpunkt auch hohe Anforderungen an Qualität, Präzision und international verfügbare Kundenlösungen.

Mit dem Vollzug stärkt das traditionsreich in Herisau verankerte Unternehmen sein Industriesegment und erweitert seine Stellung in einem global wachsenden Markt. Steigende Anforderungen an die Qualitätssicherung elektronischer Komponenten, Batterien und digitaler Systeme erhöhen den Bedarf an zuverlässigen und automatisierbaren Prüflösungen.

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