St.Gallen

HSG macht Geopolitik zur Strategiefrage

HSG macht Geopolitik zur Strategiefrage
Die öffentliche Eröffnung am 24. September widmet sich der Leitfrage, wie Geopolitik die Unternehmensstrategie verändert
Lesezeit: 2 Minuten

Handelskonflikte, Kriege und Cyberrisiken verändern die Rahmenbedingungen für Unternehmen. Die Universität St.Gallen reagiert darauf mit dem neuen Center for Geopolitics and Corporate Strategy. Zur öffentlichen Eröffnung am 24. September 2026 diskutieren Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, wie Unternehmen in einer zunehmend fragmentierten Welt handlungsfähig bleiben.

Text: stz.

Wenn Lieferketten abreissen, Handelsbarrieren entstehen und technologische Konkurrenz zur geopolitischen Machtfrage wird, geraten Unternehmensstrategien unter Druck. Mit dem neuen Center for Geopolitics and Corporate Strategy bündelt die Universität St.Gallen (HSG) ihre Expertise, um diese Entwicklungen zu erforschen und Antworten für die Unternehmenspraxis zu erarbeiten.

Dafür arbeiten Fachleute aus Management, Recht, Wirtschaft, Politikwissenschaft und Informatik zusammen. Im Zentrum stehen Fragen, die für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen: Wie lassen sich Lieferketten widerstandsfähiger gestalten? Wie können Organisationen planen, wenn technologischer Wettbewerb und geopolitische Rivalität eng miteinander verflochten sind? Und wie entsteht eine tragfähige Strategie, wenn sich ihre Grundlagen laufend verändern?

Expertise für eine komplexere Welt

Zu den Gründern des Centers gehören Christoph Lechner, Professor für Strategisches Management, und Thomas Burri, Professor für Europa- und Völkerrecht. Gemeinsam mit weiteren Experten wollen sie unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven zusammenführen.

«Geopolitik wird für unsere Universität in den nächsten fünf Jahren eines der wichtigsten Themen sein. Wir bündeln die Expertise der HSG, um Organisationen durch eine deutlich komplexer gewordene Welt zu navigieren», sagt Christoph Lechner.

Handel, Konflikte und Cyberrisiken

Die öffentliche Eröffnung am Donnerstag, 24. September, widmet sich der Leitfrage, wie Geopolitik die Unternehmensstrategie verändert. Drei Themen stehen im Mittelpunkt: Reto Föllmi und Ferdinand Rauch von der HSG beleuchten den internationalen Handel unter Druck. Kasey Maggard vom Center for Geopolitics der Boston Consulting Group untersucht die Auswirkungen von Konflikten auf Unternehmen. Jan-Marco Leimeister, Damian Borth und Katerina Mitrokotsa von der HSG befassen sich mit Cybersicherheit im Zeitalter der KI-Rivalität.

Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit Alison Martin, CEO für die Bereiche Leben, Gesundheit und Bankvertrieb bei der Zurich Insurance Group, und Peter Maurer, Präsident des Stiftungsrats des Basel Institute on Governance und ehemaliger Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Christoph Lechner und Thomas Burri moderieren das Gespräch.

Öffentlicher Auftakt im Square

Der Anlass findet von 14 bis 20 Uhr im Square der Universität St.Gallen an der Guisanstrasse 20 statt. Die Teilnahme ist kostenlos; Englischkenntnisse werden vorausgesetzt.

Interessierte können sich für einzelne Workshops oder die gesamte Veranstaltung über Eventfrog anmelden.

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