Helvetia kauft in Spanien zu
28.01.2020

Helvetia kauft in Spanien zu

Die Helvetia-Versicherungen erwerben die Mehrheit am spanischen Versicherer Caser. Die Akquisition soll vor allem das Europageschäft des St.Galler Unternehmens im Bereich Nicht-Leben stärken. Hier erwirtschaftet Caser fast zwei Drittel seiner Einnahmen.

Helvetia habe sich „mit verschiedenen Aktionären über den Verkauf ihrer Aktienpakete geeinigt“, teilt das Versicherungsunternehmen aus St.Gallen mit. Insgesamt will Helvetia rund 780 Millionen Euro in den Erwerb von rund 70 Prozent der Aktien des spanischen Versicherungsunternehmens Caser mit Hauptsitz in Madrid (Bild) investieren. Die Übernahme soll insbesondere das Nicht-Lebengeschäft von Helvetia Versicherungen stärken.

„Unser Geschäft in Spanien hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und wird durch diese Transaktion weiter gestärkt, was auch die Bedeutung unserer europäischen Aktivitäten substanziell erhöht“, so Philipp Gmür, Group CEO von Helvetia, in der Mitteilung. „Caser wird zudem umgehend einen deutlichen Gewinnbeitrag leisten.“

Im Geschäftsjahr 2018 hatte Caser einen Gewinn von 87 Millionen Euro realisiert, informiert Helvetia in der Mitteilung. Das spanische Unternehmen generiert knapp zwei Drittel seiner Einnahmen im Nicht-Lebengeschäft. Weitere neun Prozent werden mit Fee-Erträgen im Gesundheits- und Altersbereich erwirtschaftet.

„Unter anderem betreibt Caser Altersheime und Spitäler, was angesichts der demografischen Entwicklung Wachstumschancen bietet“, heisst es in der Mitteilung. Die Mehrheitsbeteiligung an Caser biete Helvetia daher auch „die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu erschliessen und so das Geschäft weiter zu diversifizieren“.