Gysi unterliegt Maillard
03.12.2018

Gysi unterliegt Maillard

Nach 14 Jahren in der Waadtländer Regierung wird Pierre-Yves Maillard neuer Gewerkschaftspräsident. Er folgt auf Paul Rechsteiner. Maillard setzte sich bei der Wahl in Bern gegen die St.Galler SP-Nationalrätin Barbara Gysi durch.

Keine Überraschung an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes am Samstag in Bern: Der 50-jährige Pierre-Yves Maillard wurde zum neuen Präsidenten ernannt. Der Waadtländer Staatsrat galt bereits im Vorfeld als Favorit und hatte die Unterstützung der grossen Gewerkschaften Unia, SEV und Syndicom. Auf ihn entfielen im ersten Wahlgang 115 der 212 eingegangenen Stimmen (Gysi: 82), womit er das Absolute Mehr um acht Stimmen übertraf. Maillard wird Nachfolger des St.Galler SP-Ständerates Paul Rechsteiner, der dem SGB in den vergangenen zwei Jahrzehnten vorgestanden war.

Im Alter von fünfzig Jahren beginnt nun ein neues Kapitel für den SP-Mann. Genauer gesagt ist es eine Rückkehr zu seinen politischen Wurzeln: Von 2000 bis 2004 war Maillard Regionalsekretär für die Kantone Freiburg und Waadt der Gewerkschaft SMUV, die später in der Unia aufging.