Grosses Engagement für die Bodensee-Thurtalstrasse
28.05.2019

Grosses Engagement für die Bodensee-Thurtalstrasse

In den kommenden Tagen befasst sich der Ständerat mit der Bodensee-Thurtalstrasse. Ständerätin Brigitte Häberli will bis dahin möglichst viel Unterstützung im Rat gewinnen, wie sie am Dienstag an einer Medienkonferenz der Industrie- und Handelskammer Thurgau in Weinfelden betonte.

Mit Befriedigung stellte sie fest, dass sich die Thurgauer Regierung und die Verbände mit einem grossen Engagement für die Entlastungsstrasse einsetzen. Falls das Projekt im Ständerat trotzdem keine Mehrheit für die Aufnahme in den Ausbauschritt 2019 finden sollte, kommt es zu einem Differenzbereinigungsverfahren. In diesem Falle wäre als nächstes die Verkehrskommission des Nationalrates erneut am Zug.

René Neuenschwander (rechts im Bild) von der Firma Ecoplan AG in Bern hat die regionalwirtschaftlichen Auswirkungen der BTS, in Verbindung mit der Oberlandstrasse (OLS), untersucht. Er stellte die Ergebnisse des Gutachtens vor. In den Bezirken Arbon, Kreuzlingen und Weinfelden ergab sich ein klarer Handlungsbedarf beim überregionalen Strassennetzangebot. Erwartet werden kürzere Reisezeiten, weniger Reisezeitverluste und ein flüssigerer Verkehr, dies besonders für Fahrten vom Oberthurgau von und nach Westen. Ebenfalls wrid eine bessere Wohn- und Lebensqualität erwartet. BTS und OLS werden als zukunftsorientierte Gesamtlösung anstelle eines Flickwerks aus örtlichen Insellösungen beurteilt.

Gemäss Beat Hirt (links), Vizepräsident der IHK Thurgau, kommt in der Studie von Ecoplan zum Ausdruck, dass die Notwendigkeit und Dringlichkeit der BTS in der Wirtschaft und bei den Behörden unbestritten sind. Mit Blick auf das prognostizierte Bevölkerungswachstum dränge die Zeit. «Während in den Ausbau des Schienennetzes laufend investiert wurde, hat es eine kantonsquerende Entlastungsstrasse von Ost nach West in 60 Jahren nicht über das Planungsstadium hinaus geschafft», stellte Hirt fest. Von einer Entlastungsstrasse und der besseren Erreichbarkeit würden nicht nur Grossunternehmen, sondern vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen sowie die gesamte Bevölkerung profitieren, so Hirt.