11.04.2018

Gemeinsam gegen Fachkräftemangel

Auf Basis der Initiative «Arbeitsplatzstandort Ostschweiz: Gemeinsam stärker!» konstituierte sich Anfang 2018 der Verein «Ostwärts». Dieser setzt sich für eine Stärkung der Ostschweiz als Arbeits- und Lebensstandort und gegen den Fachkräftemangel ein. Kernelemente der Initiative sind eine digitale Vernetzungsplattform, Angebote zur Stärkung der heimischen Arbeitgebermarken sowie eine nationale Kampagne.

Die Ostschweiz steht vor grossen Herausforderungen: Der Fachkräftemangel* ist im schweizweiten Vergleich und über alle Branchen hinweg überdurchschnittlich stark, die Ressourcenkraft der Kantone dagegen überdurchschnittlich schwach, die Bevölkerung überaltert zusehends und viele Junge wandern ab.

Um diese Herausforderungen anzupacken, riefen die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St.Gallen und Thurgau gemeinsam mit 120 namhaften Ostschweizer Unternehmen im Jahr 2016 die Initiative «Arbeitsplatzstandort Ostschweiz: Gemeinsam stärker!» ins Leben. Im Rahmen verschiedener Anlässe wurde der gemeinsame Austausch der Arbeitgeber gefördert, die Positionierung der Arbeits- und Lebensregion Ostschweiz geschärft und die Vision – gemeinsam die Attraktivität der Ostschweiz als Arbeits- und Lebensstandort zu stärken und so den Fachkräftemangel zu bekämpfen – verabschiedet.

Gemeinsam für eine starke Ostschweiz!
Auf Basis dieser durch die Kantone mitfinanzierten Initiative konstituierte sich Anfang 2018 der Verein «Ostwärts». Ziel des Vereins ist es, die Ostschweizer Unternehmen, den Wirtschaftsstandort und die Ostschweiz als attraktiven Arbeits- und Lebensmittelpunkt zu positionieren und die Ostschweiz und ihre Arbeitgeber damit für Fachkräfte regional und national sichtbar zu machen.

Christoph Suter, Präsident Verein Ostwärts und HR-Leiter bei der Stadler Rail AG, zu der Zielsetzung des Vereins: «Nur gemeinsam können wir die Vorzüge von Leben und Arbeiten in der Ostschweiz innovativ und einzigartig über regionale Grenzen hinweg transportieren». Auch die Vizepräsidentin des Vereins, Susanne Jaskulke, HR-Leiterin der Genossenschaft Migros Ostschweiz, betont: «Die Bündelung der Kräfte der Ostschweizer Wirtschaft sehe ich als eine riesige Chance, um uns gemeinsam als attraktive Arbeits- und Lebensregion zu positionieren und damit Fachkräfte anzulocken.»

Eine digitale Vernetzungsplattform für die Ostschweiz
Um die genannten Ziele zu erreichen, plant der Verein eine digitale Vernetzungsplattform, auf der sich die Region – insbesondere mit Ostschweizer Arbeitgebern, aber auch mit Freizeitaktivitäten und weiteren Besonderheiten – auf innovative Weise als Gesamtangebot positioniert. Denn heute entscheiden sich die Menschen beim Wohn- und Arbeitsort immer häufiger für ein «Gesamtpaket».

Nebst einem attraktiven Jobangebot spielen auch Aspekte wie Familien- und Freizeitangebote in der Region, erschwingliches Bauland und eine optimale Kinderbetreuung eine zentrale Rolle. Genau diese verschiedenen Themenbereiche will die Plattform unter einem Dach vereinen und so Ostschweizer Arbeitgebern Platz bieten, sich in einem attraktiven Umfeld als Teil der Region zu präsentieren und damit die gemeinsame Identität der Ostschweiz zum Ausdruck bringen.

Ostschweizer Unternehmen als Arbeitgebermarken stärken
Nebst der Positionierung und Bekanntmachung der Ostschweizer Unternehmen via digitaler Vernetzungsplattform sieht der Verein Ostwärts seine Aufgabe auch darin, die hier ansässigen Unternehmen mit massgeschneiderten Hilfestellungen im Bereich Employer Branding zu unterstützen. Denn durch professionell umgesetzte Massnahmen – welche über die Präsenz auf der digitalen Vernetzungsplattform hinausgehen – stärken die Unternehmen ihre Positionierung im Arbeitgebermarkt und erhöhen damit ihre Attraktivität als Arbeitgeber. Davon profitieren nicht nur die Unternehmen selbst, sondern der gesamte Ostschweizer Wirtschaftsstandort.

Gemeinsam mit der Ostschweizer Wirtschaft
Nebst dem Präsidenten und der Vizepräsidentin besteht der Vorstand aus Sabine Bianchi, Mitglied der Geschäftsleitung bei YJOO by Farner, Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis Schwebebahn AG, Philipp Wyser, Geschäftsführer der Wyon AG und Martin Zahner, Inhaber der Leif AG. In der Startphase ist der Verein auf die Unterstützung der Wirtschaft angewiesen – sowohl ideeller als auch finanzieller Natur. Die Vereinsverantwortlichen stehen deshalb mit Unternehmen aus der Ostschweiz in Kontakt, um möglichst viele Arbeitgeber für die gemeinsame Vision gewinnen zu können.

Sobald die Plattform online ist, sollen die Vereinsaktivitäten, und insbesondere der Betrieb der Plattform, über Werbebeiträge finanziert werden.

www.ostwaerts.info