Gemeinsam Erfolg haben
16.11.2018

Gemeinsam Erfolg haben

«Was bewegt uns, und was bringt uns weiter», mit diesen Worten eröffnete Thomas Kirchhofer, Tourismusdirektor von St.Gallen-Bodensee, den zweiten Hotellerie-Tag der Hotels St.Gallen-Bodensee. «Den Wahnsinn annehmen», ergänzte der Gastredner Otto Steiner und erklärte in seinen Ausführungen auch gleich, wie dies zu verstehen sei.

Thomas Kirchhofer spricht in seinen Ausführungen von den grossen Herausforderungen, welche den Ostschweizer Tourismus in den nächsten Jahren erwarten wird. Kirchhofer zeigt deutlich auf, wo sich die Destinationen noch steigern müssen und wo er Potenzial ortet. Beispielsweise beim «Common Sense». Nur gemeinsam können die Aufgaben und Projekte mit Erfolg angegangen und umgesetzt werden. Die durchschnittlich tieferen Auslastungszahlen in der Hotellerie müssen zu denken geben und zu neuen Massnahmen ermutigen. Er appelliert an die anwesenden Hoteliers, Pauschalangebote für kurzfristige Reisen, sogenannte City Breaks, gemeinsam zu entwickeln und am Markt anzubieten. Alle Anwesenden seien aufgefordert den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und über den Tellerrand zu schauen, also grenzenlos zu denken, schliesst Kirchhofer seine Rede ab.

Lernen den Wahnsinn anzunehmen
Otto Steiner, der kreative Erlebnis-Schaffer aus Sarnen, geht bei seiner kurzweiligen Präsentation auf seine Arbeiten ein und bringt die Zuhörer immer wieder mit seinen gezielten Pointen zum Lachen. Steiner erzählt von den vielen Besucherattraktionen, welche er und sein Team seit 1997 planen und umsetzen. Er spricht jedoch auch kritische Worte. «Ich vermisse das gute Land, das ihr Touristiker so gerne propagiert» und meint damit nicht zuletzt den fehlenden Mut sowie die Bereitschaft verrückte Ideen in die Tat umzusetzen. Es brauche Erlebnisse, die aussergewöhnlich seien und berührende Momente verursachen.

Lobende Worte gibt es für die Zusammenarbeit mit dem Kanton St.Gallen. Speziell die beiden TEK-Projekte (Tourismusentwicklungskonzepte) in den Flumserbergen sowie in Bad Ragaz seien Beispiele hervorragender Zusammenarbeit und Weitsicht aller Beteiligten. Otto Steiner erläutert das geplante Heidi-Dorf und zeigt die Potenziale einer Bad Ragartz sowie der Inszenierung der Taminaschlucht auf. Der Wahnsinn werde zunehmen. Es brauche verrückte Aktionen, wiederholt Steiner mit Nachdruck. Manchmal gehöre der Widerspruch zum Leben. Es gibt viele konzeptlose Ideen, welche guten Ursprungs sind, jedoch im Verlaufe der Umsetzung an der fehlenden Entschlossenheit und Mut scheiterten. «Tragt den Menschen mit verrückten Ideen und grossem Engagement Sorge», meint Steiner zum Abschluss. «Sie werden Grenzen überschreiten, um Ihre Projekte erfolgreich umzusetzen». Auch hier gilt der Common Sense als Mittel zum gemeinsamen Erfolg.

Die zweite Auflage des Hotellerie-Tags war ein voller Erfolg. Eine grosse Teilnehmerzahl aus Tourismus, Politik und Wirtschaft folgte der Einladung ins Hotel Säntispark nach Abtwil.