Gebrüder Thalmann übernehmen Emil Kreis AG
13.03.2019

Gebrüder Thalmann übernehmen Emil Kreis AG

Nach 95 Jahren im Familienbesitz bekommt die Zihlschlachter Emil Kreis AG neue Inhaber: Thomas und Norbert Thalmann haben per 1. Januar 2019 alle Aktien des Küchen-, Bad- und Möbelbauers erworben. Auf dem Markt tritt das Unternehmen weiterhin unter dem Namen Kreis Design auf.

Als Unternehmer musste Erwin Kreis (2. v.r.) laufend Entscheidungen treffen. Die letzte Weichenstellung war eine der schwierigsten in der ganzen Berufslaufbahn, galt es doch, eine gute Nachfolgeregelung zu finden: Kreis erreichte das Pensionsalter und damit den Zeitpunkt, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen.

«Weil sich familienintern keine Lösung anbot, gab es keine andere Möglichkeit, als die Firma zu verkaufen», so Erwin Kreis. Nach 45 Jahren im Betrieb sei ihm das Loslassen nicht leichtgefallen. «Das war mit Emotionen verbunden», räumt Kreis ein. Die Erleichterung war daher gross, als die Käufersuche von Erfolg gekrönt war: Thomas (l.) und Norbert Thalmann (r.) haben per 1. Januar 2019 alle Aktien der Emil Kreis AG erworben.

Thomas und Norbert Thalmann, aufgewachsen in der Dorfbäckerei in Niederhelfenschwil, haben wie Erwin Kreis und Ursi Bürgi, die den Küchen-, Bad- und Möbelbauer bisher zusammen geleitet haben, das Unternehmerblut in ihren Adern. Thomas Thalmann, Mehrheitsaktionär und Geschäftsführer, bringt als gelernter Schreiner langjährige Erfahrung aus dem Küchengeschäft mit. Norbert Thalmann bringt als Verwaltungsrat seine Kompetenz im Bereich Finanzen und Controlling ein. Sie positionieren die Emil Kreis AG weiterhin als inhabergeführte Qualitätsfirma für Privatkunden im Bereich Küchen, Bad und Wohnen und wollen sie auf der vorhandenen guten Basis weiterentwickeln.

Auf dem Markt tritt das Unternehmen, das primär im Privatkundengeschäft tätig und für individuelle Lösungen bekannt ist, weiterhin unter dem Namen Kreis Design auf. Die Firma kann ihren Kunden von der Planung und Beratung bis zur Herstellung und Montage alles bieten.

Erwin Kreis zieht sich noch nicht ganz ins Privatleben zurück, sondern unterstützt die neuen Inhaber bei Bedarf in Spezialprojekten. Auch seine Partnerin Ursi Bürgi (2. v.l.) bleibt dem Betrieb vorerst erhalten und unterstützt im administrativen Bereich und der Buchhaltung.

Erleichtert hat Heidi Grau die Entwicklung zur Kenntnis genommen. «Als Gemeindepräsidentin macht man sich über die Zukunft eines so wichtigen und traditionsreichen Betriebes natürlich Gedanken». Sie sei zuversichtlich, dass eine durchdachte, zukunftsträchtige Lösung gefunden wurde, so die Zihlschlachterin.