11.09.2018

Freie Fahrt auf A1 ab Ende September

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat 2017/2018 den Abschnitt der A1 von Rheineck bis St.Margrethen umfassend saniert. Die Hauptarbeiten werden früher fertig und sind deutlich günstiger als ursprünglich geplant. Ab Ende September wird der Verkehr wieder freigegeben.

Der rund 8,5 Kilometer lange Autobahnabschnitt wurde in den vergangenen zwei Jahren vollumfänglich instand gesetzt. Wichtige Teilprojekte neben der Belagserneuerung waren die Sanierung und Erweiterung der Lärmschutzbauten, der Neubau der Zollbrücke zwischen St.Margrethen und Höchst, die Erneuerung der beiden Autobahnanschlüsse Rheineck und St.Margrethen, die Absenkung der Kantonsstrasse im Anschluss Rheineck, die Verlängerung der Raststätten-Ausfahrten sowie der Einbau von Havariebecken für den Gewässerschutz.

Das Astra freut sich über den erfolgreichen Abschluss der Hauptarbeiten beim Projekt A1/A13 Rheineck – St.Margrethen. Dank guten Wetters und effizienter Arbeit aller Beteiligten sind diese früher fertig als geplant. Statt Ende Jahr wird dieses Teilstück der A1 bereits Ende September 2018 wieder freigegeben. Die Sanierung liegt mit Kosten von rund 150 Millionen Franken deutlich unter dem Kostenvoranschlag von 190 Millionen.

Gesamtprojektleiter Dirk Stihl zieht eine positive Bilanz, nicht nur bezüglich der gut verlaufenen Bauarbeiten, sondern auch bezüglich der Auswirkungen auf den Verkehr: «Die Verkehrsführung in der Baustelle führte kaum zu Staus. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle lag auf ähnlichem Niveau wie ohne Baustelle. Die Anzahl der Unfälle mit Verletzten nahm glücklicherweise sogar ab.»

Konstruktive Zusammenarbeit
Erfreulich war für das Astra auch die Zusammenarbeit mit allen Baubeteiligten sowie den Behörden in der Schweiz und in Österreich. Das Astra informierte die Behörden seit 2011 in regelmässigen Abständen über die geplanten Bauarbeiten. Mit den unmittelbar betroffenen Gemeindevertretern beidseits der Grenze fand während der Realisierung der Bauarbeiten ein regelmässiger Informationsaustausch statt.

Für Hans Pfäffli, Stadtpräsident von Rheineck, war insbesondere der Lärmschutz zentral: «Dank der neuen Schutzwände hat sich die Lärmsituation in Rheineck spürbar verbessert.» Herbert Sparr, Bürgermeister von Höchst, doppelt nach: «Der Lärmschutz ist sehr gut spürbar. Die Bauarbeiten wurden rechtzeitig kommuniziert, dauerten kürzer als erwartet und verliefen reibungslos.»

Massnahmen für Lärm- und Gewässerschutz
Umweltschutzmassnahmen bildeten einen wichtigen Bestandteil des Gesamtprojekts. Im Zentrum stand der Lärmschutz. Gebaut wurden verschiedene neue Lärmschutzwände mit Höhen zwischen zwei und sechs Metern, zudem wurden bestehende Wände und Dämme entlang beider Fahrtrichtungen saniert und erhöht. Wegen des nahe gelegenen Trinkwasserreservoirs Bodensee kam auch dem Gewässerschutz eine wichtige Rolle zu. Deshalb wurden im Rahmen des Projektes 19 Havariebecken erstellt.

Letzte Abschlussarbeiten
Bis Ende 2018 folgen nun noch letzte Abschlussarbeiten, die den Verkehr auf der Autobahn aber kaum tangieren. Das Astra hat sich darum bemüht, die Beeinträchtigungen und Emissionen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten, und dankt allen Betroffenen für ihr Verständnis.

Die Fakten:
Kosten ca. 150 Millionen Franken
8.5 Kilometer Trassee mit ca. 180‘000 Tonnen Belägen
15 Sanierungen von Unter- und Überführungen
24‘000 Quadratmeter neue bzw. sanierte Lärmschutzwände
19 Havariebecken für den Gewässerschutz mit je 20 Kubikmetern Volumen