Ostschweiz

Frauen als Vorbilder für die Ostschweiz

Frauen als Vorbilder für die Ostschweiz
Kathrin Loppacher, Initiantin und Projektleiterin von «alphaberta»
Lesezeit: 3 Minuten

Zum Internationalen Frauentag am 8. März lanciert der Verein «Helvetia spricht» die Ostschweizer Plattform für Referentinnen «alphaberta.ch». Bereits 40 Fachspezialistinnen aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sowie Glarus können auf der Plattform für Veranstaltungen und Anlässe angefragt werden.

Der Anteil an Frauen, die jährlich in der Schweiz als Referentinnen auftreten, beträgt lediglich 23%. Das heisst: noch immer sind 77% aller Referierenden männlich. Das Ziel von «alphaberta» ist deshalb klar: Fachspezialistinnen in Wirtschafts-, Wissenschafts-, Bildungs-, Kultur- und Sozialfragen in ihrer Auftrittskompetenz zu stärken, sie sichtbar(er) zu machen und in der öffentlichen Wahrnehmung zu etablieren.

«Wir sind überzeugt, dass alphaberta eine starke Breitenwirkung in der Ostschweiz erzielen wird — punkto Standortattraktivität, Berufswahl und -bildung sowie Dialog zwischen den Geschlechtern und den Generationen», erklärt Michaela Silvestri, Präsidentin des Vereins «Helvetia spricht» die Vision des Projekts.

Sichtbarkeit schafft Vorbilder

alphaberta verschafft also Frauen mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Damit sorgt die Plattform dafür, dass die weiblichen Kompetenzen zur Lösungsfindung in Wirtschaft und Gesellschaft aktiviert werden.

Die IHK St.Gallen-Appenzell unterstützt das Projekt als Partnerin: «Zur Bewältigung der komplexen Probleme unserer Zeit benötigen wir alle Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen: sowohl die männlichen als auch die weiblichen. Wir können es uns nicht länger leisten, die weiblichen Kompetenzen zu unterschlagen», erklärt Direktor Markus Bänziger das Engagement des Wirtschaftsverbands.

«Der gemeinsame Auftritt von bekannten und weniger bekannten Expertinnen unter dem Dach von alphaberta macht sichtbar, über welches Potenzial die Ostschweiz verfügt», ergänzt Kathrin Loppacher, Projektinitiantin und Projektleiterin von «alphaberta».

Gleichzeitig ist jede Frau, die ihre Expertise und Erfahrung zeigt, ein Vorbild und wird so zu einer öffentlichen Mentorin. Sie regt junge Frauen dazu an, ihre berufliche und private Lebensplanung selbstbewusst und selbstbestimmt zu realisieren und sich im öffentlichen Diskurs sichtbar zu äussern.

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Auf die kleinen und grossen Bühnen

alphaberta treibt die Vermittlung kompetenter Gesprächspartnerinnen, Referentinnen und Expertinnen im Sinne des «Finden statt Suchen» voran. An Kantonsschulen, Berufsfachschulen und bei Sonderschulwochen sollen so Tausende von Schüler:innen neue Vorbilder und berufliche Perspektiven erhalten. Veranstaltern von Service Club-Events, Podiumsdiskussionen und Wirtschaftstagungen bietet die breite Palette an Referentinnen die Chance auf neue Perspektiven und Diskussionen.

Dies überzeugt auch Jérôme Müggler, Direktor der IHK Thurgau: «Wir brauchen mehr Beiträge und Stimmen von Frauen an Anlässen. Diese gibt es zu diversen Themen und in allen Bereichen; sie sind manchmal aber schwieriger zu finden. alphaberta leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich dies ändert. Das wichtig und gut – für andere Frauen und auch für Männer.»

Die Nutzung der Plattform ist kostenlos, es wird kein Vermittlungshonorar oder Provision beim Auftrittshonorar fällig.

Starke Unterstützung dank Public-Private-Partnerschaften

Dank der finanziellen Unterstützung der Lotteriefonds der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Thurgau sowie privaten Stiftungen, namentlich der Metrohm Stiftung (AR), der Steinegg Stiftung (AR), der Ortsbürgergemeinde St.Gallen, der Stiftung für staatsbürgerliche Erziehung und Schulung (ZH), der Tisca Tischhauser Stiftung (AR) und der Hans und Lina Müller-Tremp-Stiftung (AR) konnte alphaberta lanciert werden.

Für die weiterführende Arbeit wurden Partnerschaften, unter anderem mit den Industrie- und Handelskammern St.Gallen-Appenzell und Thurgau sowie mit Victoriadruck AG in Balgach, eingegangen.

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