FPO: Steiner und Stadler stellen sich zur Wahl
09.03.2020

FPO: Steiner und Stadler stellen sich zur Wahl

Sie wissen, was es heisst, Arbeit und Familie unter einen Hut bringen zu müssen: Der Teufener Michael Steiner und der St.Galler Robert Stadler werden deshalb an der Generalversammlung der Familienplattform Ostschweiz als Verstärkung in den Vorstand vorgeschlagen.

Am 16. März 2020 findet die diesjährige Generalversammlung der FPO in St.Gallen statt. Der Verein stellt Michael Steiner (links im Bild) und Robert Stadler (rechts) zur Wahl in den Vorstand, weil beide Familienväter in verantwortungsvollen Positionen tätig sind und das Dilemma von Terminkollisionen zwischen Arbeit und Familie immer wieder selbst hautnah erleben.

Chance für Unternehmen
Der 43-jährige verheiratete Michael Steiner ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Acrevis Bank AG in St.Gallen und Vater von drei Kindern. Er wird als Vertreter und Vorstandsmitglied der Wirtschaftsregion St.Gallen in den Vorstand portiert. Familienangelegenheiten seien für Arbeitgeber von zentraler Bedeutung, ist der überzeugt.

Für ihn persönlich sei es entscheidend, dass Beruf und Familie miteinander vereinbar sein müssen: «Voraussetzungen dafür sind unter anderem Flexibilität der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aber auch die richtigen Betreuungsangebote.» In seiner Regionalbank werde die Vereinbarkeit gelebt, indem je nach Bedarf individuelle Lösungen gesucht werden. Dazu gehören laut Steiner Homeoffice, Teilzeitarbeit oder flexible Arbeitszeiten. Darin sieht er die Chance für Arbeitgeber, dass mehr Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt bleiben. Dies sei  insbesondere in Branchen mit Arbeitskräftemangel und damit für den Wirtschaftsstandort Ostschweiz von zentraler Bedeutung.

Diesem Anliegen will er mit seinem Einsitz im Vorstand der FPO Nachdruck verleihen: «Dank meiner persönlichen privaten und geschäftlichen Betroffenheit kann ich sehr praxisnah mithelfen, für aktuelle Herausforderungen bei der Vereinbarkeit neue Lösungen zu entwickeln. Darauf freue ich mich sehr.»

Neuen Rollenbildern entsprechen
Der 41-jährige verheiratete Robert Stadler bringt seine Betroffenheit und Motivation auf den Punkt: «Seit wir letzten Sommer Eltern geworden sind, erlebe ich selbst, wie herausfordernd es ist, Familie, Beruf und weitere Engagements unter einen Hut zu bringen.» Er und seine Frau hätten deshalb ihre Pensen reduziert und eine gute individuelle Lösung gefunden: «Unter der Woche wird unser Sohn zwei Tage von meiner Frau betreut, zwei Tage ist er in der Kita und einen Tag kümmere ich mich um ihn.»

Als Standortförderer der Region Wil ist er überzeugt, dass die Verbesserung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zunehmend zu einem Standortfaktor und einem wichtigen Element bei der Personalrekrutierung werde. Es gehe darum, die Unternehmen dafür zu sensibilisieren, das sie auch konkreten Nutzen daraus ziehen könnten. Die Wirtschaft müsse dem gesellschaftlichen Wandel und den veränderten Rollenbildern entsprechen. Dies sei auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, weil der demografische Wandel den Fachkräftemangel noch weiter verschärfen werde.

Deshalb sei es wichtig, «das Fachkräftepotenzial bestmöglich zu nutzen». Er wolle sein Netzwerk in Politik und Wirtschaft bei der FPO einbringen. Er sehe durch seine Tätigkeit jedoch auch, dass nicht immer alle Wünsche von Arbeitnehmern realisierbar seien. Flexibilität sei überall gefordert, auch bei den Arbeitszeitmodellen.