Ermutigendes Arbeitsmarktbarometer
11.12.2018

Ermutigendes Arbeitsmarktbarometer

Wie die Ergebnisse des vierteljährlich veröffentlichten Manpower-Arbeitsmarktbarometers zeigen, sind die Arbeitgeber in der Schweiz weiterhin zuversichtlich und bereit, in den ersten drei Monaten 2019 Personal einzustellen. Die Arbeitsmarktprognose (+2 %) ist im Vergleich zum Vorjahr stabil und etwas höher als im letzten Quartal 2018. In der Ostschweiz rechnen 3 % mit mehr Personal.

„Die Prognosen des Manpower-Arbeitsmarktbarometers sind für Arbeitssuchende ermutigend, denn die Schweizer Arbeitgeber beabsichtigen eher, ihren Personalbestand im ersten Quartal 2019 zu erweitern als zu reduzieren“, erläutert Leif Agnéus, General Manager Manpower Schweiz. „Angesichts des angespannten Arbeitsmarkts und der seit Monaten niedrigen Arbeitslosenquote ist es eine Herausforderung, Kandidaten mit den nachgefragten Kompetenzen zu finden. Die Anforderungsprofile sind komplexer geworden. Wir müssen alles daran setzen, dass die Wirtschaft nicht durch den Mangel an qualifiziertem Personal gebremst wird.“

Grösster Optimismus in Zürich
Die Arbeitgeber in dem sieben Schweizer Regionen planen, die Anzahl Mitarbeiter in den ersten drei Monaten 2019 stabil zu halten oder zu erhöhen. Die Arbeitgeber in Zürich (+14 %) zeigen sich besonders optimistisch und verzeichnen die beste Prognose seit mehr als acht Jahren. Die Region weist einen Anstieg im Vergleich zum Vorquartal (6 Prozentpunkte) und Vorjahr (7 Prozentpunkte) auf. Auch die Prognose für die Nordwestschweiz (+8 %) ist positiv – trotz eines Rückgangs (8 Prozentpunkte) der Beschäftigungsaussichten gegenüber dem Vorquartal gibt es keinen Grund zur Sorge, da die Prognosen seit Jahresbeginn für jedes Quartal gestiegen sind. In der Ostschweiz rechnen 3 % mit mehr Angestellten, der Espace Mittelland stagniert bei 0 %.

Die rückläufige Entwicklung in der Nordwestschweiz für das erste Quartal 2019 kann als Stabilisierung der Beschäftigung nach einer besonders dynamischen Phase im Jahr 2018 interpretiert werden. Im Tessin (-5 %) sind die Aussichten erneut negativ. Die pessimistische Prognose muss relativiert werden, da die Werte im Vergleich zum Vorquartal kräftig steigen (16 Prozentpunkte), was eine klare Verbesserung zeigt. In der Genferseeregion (-2 %) bleiben die Beschäftigungsaussichten trotz eines Anstiegs (4 Prozentpunkte) gegenüber dem Vorquartal schwach.

Aufwärtstrend im Sektor Energie- und Wasserversorgung
Sieben der zehn untersuchten Sektoren verzeichnen für das erste Quartal 2019 positive Beschäftigungsaussichten. Die Arbeitgeber im Sektor Energie- und Wasserversorgung (+10 %) legen die grösste Zuversicht an den Tag und erzielen im Quartals- und Jahresvergleich (jeweils 10 Prozentpunkte) einen Zuwachs. Die Arbeitgeber im Bank- und Versicherungswesen, Immobilien und Dienstleistungssektor (+8 %) beabsichtigen ebenfalls, vermehrt Mitarbeiter einzustellen.

Im Gastgewerbe dürfte sich die Beschäftigungslage verschlechtern (-10 %). Gegenüber dem Vorquartal ist ein Rückgang (5 Prozentpunkte) zu verzeichnen und im Vergleich zum ersten Quartal 2018 ist der Wert deutlich eingebrochen (18 Prozentpunkte). Die Arbeitgeber im Sektor Land- und Forstwirtschaft (-5 %) beurteilen die Beschäftigungsaussichten ebenfalls ungünstig.

Grosse Unternehmen, grosse Zuversicht
In allen vier Unternehmenskategorien beabsichtigen die Arbeitgeber, die Zahl ihrer Mitarbeiter im ersten Quartal 2019 zu erhöhen. Bei den Grossunternehmen (+18 %) ist das Beschäftigungsklima besonders günstig. Sie verzeichnen gegenüber dem Vorquartal (11 Prozentpunkte) und dem Vorjahr (8 Prozentpunkte) die stärksten Anstiege. Auch die Arbeitgeber der mittleren Unternehmen (+9 %) zeigen sich zuversichtlich, gefolgt von den Kleinunternehmen (+3 %) und den Kleinstunternehmen (+1 %).

Konstante Beschäftigungsdynamik in Deutschland
In den Nachbarländern setzt Deutschland (+8 %) die Anfang 2018 begonnene Entwicklung fort. In Frankreich (+4 %) bestätigt sich der positive Trend – sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber dem Vorjahr. In Italien rechnen die Arbeitgeber (+3 %) mit einem positiven Jahresanfang für die Beschäftigung. Die Prognose legt im Vergleich zum Vorquartal und zum Vorjahr leicht zu.