St.Gallen

Krawalle verharmlost? Druck auf SP-Kantonsrätin wächst

Krawalle verharmlost? Druck auf SP-Kantonsrätin wächst
Hat Alexandra Akeret die Krawalle in Frankreich verharmlost?
Lesezeit: 1 Minuten

Die Junge SVP St.Gallen verlangt den Rücktritt von SP-Kantonsrätin Alexandra Akeret und ihren Verzicht auf eine Kandidatur für den St.Galler Stadtrat. Die Partei wirft ihr vor, mit Facebook-Beiträgen zu Demonstrationen in Frankreich Gewalt und Ausschreitungen zu relativieren.

Text: stz.

Auslöser der Forderung sind Akerets Teilnahme an Demonstrationen in Frankreich und ihre Darstellung der dortigen Ereignisse auf Facebook, wie die Junge SVP in einer Mitteilung vom 23. Oktober schreibt.

Die Jungpartei kritisiert, Akeret ordne die Wut der Demonstranten ausführlich ein, stelle gleichzeitig aber die staatlichen Sicherheitskräfte kritisch dar. Dadurch rücke aus Sicht der Jungen SVP die Verantwortung für Gewalt, Plünderungen und die Zerstörung fremden Eigentums in den Hintergrund.

«Soziale Probleme rechtfertigten keine Gewalt»

Gesellschaftliche Missstände müssten angegangen werden, dürften aber niemals als Rechtfertigung für Ausschreitungen dienen, betont die Partei. Auch die Betroffenen beschädigter Geschäfte hätten Anspruch auf Schutz und Sicherheit.

Von einer Kantonsrätin und möglichen Stadträtin müsse erwartet werden, dass sie sich unmissverständlich für Rechtsstaatlichkeit und den Schutz des Eigentums einsetze. Die Junge SVP fordert Alexandra Akeret deshalb auf, ihr Kantonsratsmandat niederzulegen und auf eine Kandidatur für den St.Galler Stadtrat zu verzichten.

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