«Die Trendwende ist geschafft»
Text: pd/stz.
Im Vorjahr wiesen die öffentlichen St.Galler Spitäler gesamthaft noch einen Verlust von 0,8 Millionen Franken aus, 2023 gar einen solchen von 58,9 Millionen. Auch die EBITDA-Marge konnte das grösste Gesundheitsunternehmen der Ostschweiz erneut deutlich von 6,1 Prozent im Jahr 2024 auf neu 8,5 Prozent verbessern. 2023 lag die EBITDA-Marge noch bei 1,2 Prozent.
Ziel ist gemäss HOCH-Verwaltungsratspräsident Stefan Kuhn eine EBITDA-Marge von rund zehn Prozent.
Das starke operative Ergebnis in einem nach wie vor sehr herausfordernden Umfeld ist primär auf eine Kombination von permanenter Leistungsentwicklung, optimierter Kapazitätsauslastung sowie eines gezielten Einsatzes der Personalressourcen zurückzuführen.
Im Weiteren führte unter anderem auch ein höherer Schweregrad (CMI) der stationären Fälle am Zentrumsspital zu wesentlichen Mehreinnahmen. HOCH Health Ostschweiz will den bisherigen Weg konsequent weiterführen, um auch zukünftige Investitionen aus eigener Kraft finanzieren zu können.
Auch bei den Patientenfrequenzen konnte HOCH Health Ostschweiz im vergangenen Jahr nochmals zulegen.
So lag man im stationären Bereich mit 62’694 Austritten leicht über dem Vorjahresniveau (2024: 62’310 Austritte), während die Zunahme im ambulanten Setting mit einem Plus von 25’586 etwas deutlicher ausfiel und auf total 882’327 ambulante Besuche gesteigert werden konnte.
Diese Entwicklung bestätigt den anhaltenden Trend hin zu einer Verlagerung von Leistungen in den ambulanten Bereich sowie zu zunehmend komplexeren ambulanten Behandlungen.
«Es ist eines der besten finanziellen Ergebnisse der St.Galler Spitäler in den letzten Jahren, zu welchem alle Mitarbeiter aller Standorte wie auch unserer Tochtergesellschaften, zu denen unter anderem die Geriatrische Klinik AG oder auch die Rettung St.Gallen AG gehören, ihren Anteil beigesteuert haben. Dafür gebührt allen ein grosses Dankeschön», zeigen sich VRP Stefan Kuhn und CEO Prof. Dr. Simon Wildermuth erfreut.
«Die Trendwende ist geschafft», fasst es Kuhn zusammen. Ebenso erfreulich: Die Fluktuationsrate konnte bei dem 8500-Angestellten-Betrieb auf rund zwölf Prozent gesenkt werden; «Mitarbeiter, die uns in Zeiten der Unsicherheit verlassen haben, kehren teilweise auch wieder zurück», sagte Kuhn.
Gleichzeitig halten Verwaltungsratspräsident und CEO fest, dass HOCH Health Ostschweiz auch in den kommenden Jahren auf finanziell positive Geschäftsjahre angewiesen sei, um die für die Aufrechterhaltung und stetige Weiterentwicklung des Leistungsangebots für die Bevölkerung notwendigen betrieblichen Investitionen weiterhin aus eigener Kraft tätigen zu können.
Für eine dauerhafte finanzielle Stabilität und Sicherheit brauche es zwingend auch kostengerechte Tarife.