Deutsche Bauflaute bremst Arbonia
Text: pd/stz.
Der deutsche Neubau- und Renovationsmarkt entwickelt sich schwächer als von Arbonia erwartet. Gleichzeitig treiben geopolitische Spannungen die Material- und Frachtkosten nach oben. Dadurch erholt sich der Umsatz im deutschen Geschäft langsamer als angenommen. Für das Gesamtjahr rechnet Arbonia nun mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Die übrigen Prognosewerte bleiben unverändert.
In den anderen europäischen Märkten läuft das Geschäft hingegen solide bis sehr gut. Für die Gesellschaften ausserhalb von Garant erwartet Arbonia gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, kurz Ebitda, um mehr als 15 Prozent. Auch der Geschäftsbereich Glaslösungen entwickelt sich insgesamt positiv.
Bei Garant sind die operativen Abläufe nach der Einführung des neuen SAP-/ERP-Systems inzwischen stabilisiert. Die Lieferleistung liegt über dem Niveau vor der Umstellung. Der verhaltene Auftragseingang und das schwächere Marktumfeld bremsen jedoch die weitere Erholung.
Mit weitgehend umgesetzten Kosten- und Effizienzmassnahmen will Arbonia ab 2027 jährlich mindestens fünf Millionen Franken einsparen. Dazu gehören personelle Anpassungen sowie schlankere Managementstrukturen und Funktionen. Gleichzeitig erschliesst das Unternehmen neue Märkte, baut den Vertrieb für Bauprojekte aus und entwickelt zusätzliche Absatzkanäle im Heimwerkergeschäft. Damit soll die Abhängigkeit vom deutschen Markt und vom Wohnungsneubau sinken.