Der Kampf ums Stöckli ist offen
06.11.2019

Der Kampf ums Stöckli ist offen

Im zweiten Wahlgang kämpfen Paul Rechsteiner (SP), Benedikt Würth (CVP) und Roland Rino Büchel (SVP) am 17. November um den Einzug in den Ständerat. Die FDP unterstützt offiziell Würth und Büchel; SP und CVP unterstützen neben ihren eigenen Kandidaten keine weiteren. Grüne und GLP sind für Rechsteiner und Würth, während die IHK St.Gallen-Appenzell die Kandidaten von SVP und CVP empfiehlt.

SVP-Vertreter Roland Rino Büchel (rechts im Bild) fordert die beiden Bisherigen Benedikt Würth (CVP; Mitte) und Paul Rechsteiner (SP; links) heraus. Büchel hatte mit 45'941 Stimmen den dritten Platz erreicht. Er lag damit 18'136 Stimmen hinter dem zweitplatzierten bisherigen Rechsteiner. Weitere knapp 15'000 Stimmen hinter Büchel hatte sich Dobler platziert. Am meisten Zuspruch erhielt Würth mit 70'594 Stimmen. Er blieb nur 505 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Der viertplatzierte Dobler von der FDP zog sich zugunsten des SVP-Kandidaten zurück.

Roland Rino Büchel hält im Gespräch mit dem Regionaljournal von Radio SRF die Ständeratsentscheide zum Klimaschutz für unsinnig und ist auch gegen ein Rahmenabkommen mit der EU. „Es wird in Sachen Klimaschutz noch unsinniger im neuen Parlament mit den vielen Linken und Grünen.“

Anders CVP-Kandidat Benedikt Würth: Er stellt sich auf die Linie des Bundesrats und will einen Vorschlag für das EU-Rahmenabkommen im Sommer auf dem Tisch haben. Das CO2-Gesetz in der Herbstsession des Ständerats hat er unterstützt, gleichzeitig warnt er aber davor, dass nicht noch mehr Massnahmen beschlossen werden dürfen. „Mehr als der Ständerat beschlossen hat, geht im Klimaschutz nicht. Sonst sagt das Volk Nein“, so Würth im Regionaljournal.

SP-Politiker Paul Rechsteiner begrüsst die Klimabeschlüsse, denkt aber im Regionaljournal bereits daran, wie diese umgesetzt werden sollen: „Die Klimabeschlüsse funktionieren nur, wenn die Lenkungsabgaben zum Beispiel via Krankenkassenverbilligungen zurückfliessen.“ Einen Rahmenvertrag mit der EU lehnt Rechsteiner nicht per se ab, er verlangt jedoch Verhandlungen, um den Lohnschutz zu garantieren.

Die FDP unterstützt offiziell Würth und Büchel; SP und CVP unterstützen nebst ihren eigenen Kandidaten keine weiteren Kandidaten. Grüne und GLP unterstützen offiziell Rechsteiner und Würth, während die IHK St.Gallen-Appenzell die Kandidaten von SVP und CVP empfiehlt.