Cicor gewinnt Schlüsselaufträge
Text: pd/stz.
Im ersten Quartal erzielte Cicor einen Nettoumsatz von 160,7 Millionen Franken, was einem Wachstum von 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 131,1 Millionen Franken entspricht. Der Auftragseingang belief sich auf 196,4 Millionen Franken. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,22 übersteigt die Nachfrage damit erneut den Umsatz und unterstreicht die hohe Marktdynamik.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung. Cicor konnte hier zwei neue Kunden gewinnen, darunter Kongsberg Gruppen NO, und zählt inzwischen die Mehrheit der führenden europäischen Verteidigungszulieferer zu seinem Kundenstamm. Parallel dazu sicherte sich Cicor France eine langfristige Partnerschaft im Markt für Eisenbahninfrastruktur. Erste Aufträge aus diesen neuen Kundenbeziehungen werden noch 2026 erwartet, während ab 2027 jährliche Umsatzbeiträge von über 20 Millionen Franken prognostiziert werden.
Die starke Nachfrage spiegelt sich auch im hohen Auftragsbestand wider, der eine gute Visibilität für die kommenden Quartale bietet. Gleichzeitig zeigt sich, dass Cicor mit seiner paneuropäischen Fertigungsplattform eine strategisch gefragte Position in anspruchsvollen Schlüsselmärkten einnimmt.
Das Wachstum im ersten Quartal wurde vor allem durch Akquisitionen getragen, die mit 33,4 Prozent zum Umsatzanstieg beitrugen.
Dem gegenüber standen ein organischer Rückgang von sechs Prozent sowie negative Währungseffekte von 4,8 Prozent infolge der weiteren Aufwertung des Schweizer Frankens. Zusätzlich belasteten temporäre Einschränkungen in den Lieferketten und bei der Verfügbarkeit von Komponenten die operative Entwicklung.
Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Cicor zuversichtlich. Gestützt durch das positive Book-to-Bill-Verhältnis rechnet das Unternehmen mit einer schrittweisen Rückkehr zum organischen Wachstum. Die Dynamik dürfte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte deutlich verstärken. Unterstützt wird diese Entwicklung durch planmässige Kundenabrufe, eine Entspannung bei der Komponentenverfügbarkeit sowie die fortschreitende Integration der im Jahr 2025 erworbenen Unternehmen.
An der Jahresprognose hält Cicor fest: Für 2026 erwartet die Gruppe einen Umsatz zwischen 700 Millionen und 750 Millionen Franken sowie ein bereinigtes EBITDA in der Bandbreite von 70 bis 80 Millionen Franken. Voraussetzung bleibt, dass die geopolitische Lage keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Kernmärkte oder die Abarbeitung des Auftragsbestands hat.
Parallel dazu treibt Cicor ihre Wachstumsstrategie weiter voran. Eine aktive M&A-Pipeline soll gezielt genutzt werden, um die Marktposition weiter zu stärken und langfristig profitables Wachstum zu sichern.