Bühler und Icos Capital bringen Scale-ups schneller in den Markt
Text: pd/stz.
Der 17. Collaborative Summit, der auf die Beschleunigung der Nachhaltigkeit fokussierte, fand zum vierten Mal in Folge im Cubic statt. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, die Zusammenarbeit zwischen Scale-ups, Industriepartnern und Investoren zu fördern, um die Wirkung der vielversprechendsten Lösungen im Bereich Lebensmittel und Biotechnologie zu verstärken.
Nityen Lal, Founding Partner bei Icos Capital, sagt: «Seit 2006 haben die von Icos unterstützten Start-ups ihre jeweiligen Märkte revolutioniert und angeführt. In diesem Jahr haben wir uns auf vier Schlüsselaspekte konzentriert: Kapital in schwierigen Märkten beschaffen, die Herausforderung der Skalierung bewältigen, biotechnologische Fortschritte durch künstliche Intelligenz fördern und die Frage, wie eine Strategie vom Wachstum bis zum Exit aussehen könnte.»
Insgesamt 35 Scale-ups und 40 Industriepartner, Risikokapitalgesellschaften sowie staatliche Institutionen aus dem Netzwerk von Bühler und Icos nutzten die Gelegenheit, Ideen auszutauschen, Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln und Partnerschaften aufzubauen, um Innovationen voranzutreiben. «Wir sind stolz darauf, zur Stärkung dieses kooperativen Ansatzes beizutragen, der sinnvolle Innovationen in grossem Massstab beschleunigt», sagt Ian Roberts, Chief Technology Officer bei Bühler.
Als führender Lösungspartner für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Mobilitätsbranche arbeitet Bühler mit ausgewählten Partnern zusammen, um ein globales Kooperationsnetzwerk aufzubauen. «Mit ihren etablierten Lieferketten und ihrer starken Marktposition können die hier anwesenden Unternehmen eine entscheidende Rolle auf dem Weg von Scale-ups spielen, indem sie ihnen helfen, ihr Geschäft auszubauen und ihre Wirkung schneller zu verstärken.»
Die Diskussionen zeigten, dass sich das Lebensmittelsystem grundlegend verändert. Nachhaltigkeit ist nicht länger ein Zusatz, sondern Ausgangspunkt für Innovation und unternehmerische Entscheidungen. Drei Entwicklungen stehen dabei im Zentrum: der Einfluss von GLP-1-ähnlichen Therapien auf das Konsumverhalten, die Ernährungsbedürfnisse einer alternden Bevölkerung sowie die zunehmende Diskussion über hochverarbeitete Lebensmittel.
«Diese Veränderungen definieren neu, wie wir über Lebensmittel denken», sagt Roberts. «Sie eröffnen gleichzeitig Chancen für Lösungen, die Gesundheit, Erschwinglichkeit und Nachhaltigkeit verbinden.» Entscheidend sei zudem, die Widerstandsfähigkeit globaler Ernährungssysteme zu stärken und die Rolle der Landwirtschaft in tragfähigen Wertschöpfungsketten zu sichern.
Für viele junge Unternehmen bleibt die Skalierung die zentrale Herausforderung. Neben technologischer Exzellenz braucht es Geschwindigkeit, Marktnähe und effiziente Ressourcennutzung. Die Teilnehmer betonten, dass der Aufbau leistungsfähiger Teams und Transparenz gegenüber Kunden entscheidend sind, ebenso wie wettbewerbsfähige Preise und hohe Produktqualität.
Gerade in der Biotechnologie erschweren lange Entwicklungszyklen und hoher Kapitalbedarf den Markteintritt. Jeroen van Rotterdam, CEO von Foamlab, sagt: «Der Aufbau von Biotech-Unternehmen braucht Zeit. Umso wichtiger ist es, flexibel zu bleiben und eng mit Partnern zusammenzuarbeiten.» Foamlab entwickelt biobasierte Schaumstoffe als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen und erschliesst Anwendungen von Verpackungen bis zu Industrieprodukten.
Aus Marktsicht warnen Experten vor einem einseitigen Fokus auf Technologie. «Zu viele Unternehmen konzentrieren sich auf die Technologie selbst, ohne klar zu definieren, wer ihre Kunden sind», sagt Roger Ottenheym, CEO von Mevaldi. «Eine erfolgreiche Skalierung erfordert ein tiefes Verständnis von Markt, Preisgestaltung und Integration in bestehende Wertschöpfungsketten.» Mevaldi entwickelt biobasierte chemische Bausteine auf Basis erneuerbarer Rohstoffe.
Partnerschaften gelten dabei als entscheidender Erfolgsfaktor. Sie ermöglichen Zugang zu Infrastruktur, beschleunigen Produktionsprozesse und schliessen die Lücke zwischen Innovation und industrieller Umsetzung. Auch etablierte Unternehmen setzen verstärkt auf diese Zusammenarbeit. «Start-ups bringen Agilität und neue Perspektiven ein, die uns helfen, schneller voranzukommen», sagt Jonathan Rason von FrieslandCampina Ingredients.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle der künstlichen Intelligenz. Sie bietet grosses Potenzial, Entscheidungsprozesse zu verbessern, komplexe Abläufe zu optimieren und Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern. Gleichzeitig braucht es gezielte Investitionen und den Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten, um diese Möglichkeiten auszuschöpfen.
Der «Collaborative Summit» bleibt für Icos Capital und Bühler eine zentrale Plattform, um nachhaltige Innovationen zu fördern und vielversprechende Unternehmen frühzeitig zu vernetzen. «Wir konzentrieren uns darauf, Unternehmer zu unterstützen, die bereit sind zu skalieren und messbare Wirkung zu erzielen», sagt Nityen Lal.
Start-ups und Innovatoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich direkt an Icos Capital wenden, entweder über www.icoscapital.com oder unter info@icoscapital.com