Bühler kann Marktposition stärken
Text: pd/stz.
In lokalen Währungen blieb der Auftragseingang nahezu stabil und sank lediglich um 0,5 Prozent. In Schweizer Franken reduzierte er sich um 3,9 Prozent auf 2,7 Milliarden. Der Umsatz ging währungsbereinigt um 4,4 Prozent zurück, in Schweizer Franken um 7,8 Prozent auf 2,8 Milliarden. Gründe dafür waren der tiefere Bestellungseingang im Vorjahr, Projektverschiebungen sowie verzögerte Materiallieferungen in einzelnen Märkten.
Dank strikter Kostendisziplin, Produktivitätssteigerungen in Fertigung und Logistik sowie optimierter zentraler Funktionen konnte Bühler die Profitabilität weiter verbessern. Die solide Finanzlage und eine erhöhte Nettoliquidität schaffen zusätzlichen Spielraum für Investitionen in Innovation und globale Markterschliessung.
Das breite Portfolio erwies sich erneut als Wachstumsmotor. Im Geschäftsbereich Grains & Food entwickelte sich insbesondere Chocolate & Coffee mit einem Auftragsplus von 31 Prozent dynamisch. Value Nutrition legte zweistellig zu. Advanced Materials litt hingegen unter verhaltenen Investitionen in der Automobilindustrie und Wettbewerbsdruck in China, während Grinding & Dispersing stark wuchs.
Der Customer Service gewann weiter an Bedeutung: Sein Umsatzanteil stieg zum dritten Mal in Folge, die Zahl langfristiger Serviceverträge erhöhte sich von 2500 auf über 3000. Mit mehr als 30'000 installierten Anlagen weltweit verfügt Bühler über eine starke Basis für langfristige Partnerschaften.
Auch regional zeigte sich die Gruppe ausgewogen positioniert. Während die Aufträge in den USA aufgrund handelspolitischer Unsicherheiten deutlich zurückgingen, verzeichnete Afrika starkes Wachstum und wurde erstmals zur grössten Region im Lebens- und Futtermittelgeschäft.
Im Bereich Nachhaltigkeit erreichte Bühler wichtige Meilensteine. Anlässlich der Networking Days 2025 präsentierte das Unternehmen Analysen von 15 industriellen Wertschöpfungsketten. In elf davon lassen sich Energie-, Abfall-, Wasser- und CO₂e-Emissionen mit heute verfügbaren Technologien um mindestens 50 Prozent senken. Intern reduzierte Bühler seine Emissionen seit 2019 um 30 Prozent. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung beliefen sich 2025 auf 131 Millionen Franken, was 4,8 Prozent des Umsatzes entspricht. Rund 60 neue Produkte wurden lanciert.
2025 stand zudem im Zeichen eines geplanten Führungswechsels. Stefan Scheiber wurde zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt, während Samuel Schär per 1. Januar 2026 die CEO-Funktion übernahm. Auch im Bereich Grains & Food erfolgte mit Mike Häfeli ein Wechsel an der Spitze. Bühler bleibt ein unabhängiges Familienunternehmen in fünfter Generation.
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit weiterhin volatilen Märkten, sieht sich dank klarer Strategie und starker finanzieller Basis jedoch gut gerüstet, um Chancen zu nutzen und seine Marktposition weiter auszubauen.