Blumer Lehmann wächst mit neuem Werk
Text: stz.
Das neue Werk im hessischen Steinau ist ein zentraler Baustein der Wachstumsstrategie von Blumer Lehmann. Es ersetzt die bisherige Produktion im nahegelegenen Grossenlüder und bietet deutlich mehr Platz für die Fertigung von Holzelementen und Raummodulen. Beim Richtfest würdigte das Unternehmen gemeinsam mit Handwerkern, Projektpartnern und Mitarbeitern den Baufortschritt.
Auf dem 38’000 Quadratmeter grossen Grundstück im Industriegebiet West II entstehen im ersten Bauabschnitt über 5400 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche. Geplant sind Fertigungslinien für Wand-, Decken- und Bodenelemente sowie die Modulmontage. Die Anlage ist zunächst auf 400 Holzmodule pro Jahr ausgelegt. Zwei weitere Ausbaustufen ermöglichen eine Verdoppelung bis Verdreifachung der Kapazität.
Mit dem Ausbau entstehen auch neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Gemäss der Projektmitteilung vom Juni sollen am Standort insgesamt etwa 40 Mitarbeiter tätig sein. Rund 20 Stellen waren damals neu zu besetzen. Im Mittelpunkt der Produktion stehen insbesondere Module und Elemente für Schulen, Kindertagesstätten, Wohnhäuser und weitere öffentliche Gebäude.
Blumer Lehmann setzt dabei auf eine weitgehende Vorfertigung in der Halle. Während auf der Baustelle die vorbereitenden Arbeiten laufen, entstehen bereits Wände, Decken, Böden und ganze Raummodule unter geschützten Bedingungen. Das soll Bauzeiten verkürzen, Baustellenverkehr und Lärm reduzieren sowie die Abhängigkeit vom Wetter verringern.
Auch die spätere Wiederverwendung spielt eine Rolle: Spezielle Verbindungen ermöglichen es nach Unternehmensangaben, die Module zurückzubauen und wiederzuverwerten. Erfahrung mit dem Verfahren hat Blumer Lehmann unter anderem bei Schulprojekten in Köln, Giessen, Dresden und Schorndorf gesammelt.