Arbonia steigert Umsatz um mehr als drei Prozent
25.02.2020

Arbonia steigert Umsatz um mehr als drei Prozent

Die Arbonia erhöhte ihren Konzernumsatz gegenüber Vorjahr (CHF 1374.0 Mio.) um 3.1% auf CHF 1416.0 Mio. Das um Akquisitionen und Währungseinflüsse bereinigte organische Wachstum betrug 2.0%, wobei grösstenteils positive Preiseffekte in allen Divisionen dazu beitrugen.

Weiters steigerte die Arbonia ihr EBITDA ohne Sondereffekte im Geschäftsjahr 2019 gegenüber 2018 um 17%, von CHF 115.1 Mio. auf CHF 134.8 Mio. So erhöhte sich das EBITDA ohne Sondereffekte bei der Division HLK um 7.7%, bei der Division Sanitär um 21.5%, bei der Division Fenster um 69.4% und bei der Division Türen um 9.2%. Während die Sondereffekte im Berichtsjahr grösstenteils auf Schliessungskosten von drei Werken zurückzuführen und somit negativ waren (knapp CHF 10 Mio.), fielen die Sondereffekte im Jahr 2018 gegensätzlich mit knapp CHF 26 Mio. durch den Verkauf von nicht mehr betriebsnotwendigen Liegenschaften positiv aus.

Das EBITDA mit Sondereffekten reduzierte sich aufgrund der beschriebenen negativen Einflüsse aus den Werksschliessungen bzw. den Restrukturierungen im Jahr 2019 und der positiven Effekte in 2018 von CHF 130.5 Mio. auf CHF 125.4 Mio. Trotz Erhöhung der Abschreibungen um 32% aufgrund von IFRS 16, Investitionen und Akquisitionen erhöhte sich das EBIT ohne Sondereffekte von CHF 47.8 Mio. auf CHF 52.3 Mio., was einer Steigerung von 9.5% entspricht. Das EBIT mit Sondereffekten reduzierte sich von CHF 61.0 Mio. auf CHF 39.7 Mio. Die Arbonia erzielte ein Unternehmensergebnis ohne Sondereffekte von CHF 36.5 Mio. Im Vorjahr hatte dieser Wert CHF 23.8 Mio. betragen. Das Unternehmensergebnis mit Sondereffekten belief sich auf CHF 26.2 Mio. (Vorjahr CHF 38.7 Mio. inkl. Erlös aus Verkauf von Immobilien).

Aufgrund der operativen Ertragssteigerung erhöhten sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 60.7% von CHF 69.6 Mio. auf CHF 111.8 Mio. und der Free Cashflow um CHF 62.2 Mio. von CHF –53.8 Mio. auf CHF 8.4 Mio.

Weiterhin hohe Eigenkapitalquote und tiefe Nettoverschuldung
Die Bilanzsumme der Arbonia per 31.12.2019 ist im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich auf CHF 1‘534.4 Mio. (Vorjahr CHF 1‘511.9 Mio.) angestiegen. Auch die Höhe des Eigenkapitals blieb praktisch unverändert bei CHF 873.3 Mio. (Vorjahr CHF 887.7 Mio.). Der leichte Rückgang des Eigenkapitals ist auf die erstmalige Auszahlung einer Dividende aus Kapitaleinlagereserven für das Geschäftsjahr 2018 sowie Währungsumrechnungsdifferenzen aufgrund der Abwertung des Euro zum Schweizer Franken am Bilanzstichtag zurückzuführen. Zusätzlich hatte die erstmalige Anwendung von IFRS 16 eine Erhöhung der Bilanzsumme zur Folge. Folglich hat auch die Eigenkapitalquote per Ende Geschäftsjahr 2019 von einem hohen Niveau von 58.7% auf 56.9% leicht abgenommen.

Die Nettoverschuldung erhöhte sich per 31.12.2019 geringfügig um CHF −11.2 Mio. auf CHF −128.0 Mio. (Vorjahr CHF -116.8 Mio.) respektive CHF −180.6 Mio. unter Berücksichtigung von CHF −52.6 Mio. durch IFRS 16. Der Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) stieg auf −1.1x an (Vorjahr −0.9x), was nach wie vor einen sehr guten Wert darstellt und der Arbonia genügend strategischen und finanziellen Spielraum bietet. Damit sind auch sämtliche Finanzkennzahlen der Kreditvereinbarungsklauseln eingehalten. Zudem beabsichtigt die Arbonia, den im Jahr 2021 fällig werdenden syndizierten Kredit über CHF 350 Mio. im Geschäftsjahr 2020 vorzeitig zu refinanzieren.

Entwicklung in den Divisionen
Die Division HLK erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von CHF 554.7 Mio., was einer Steigerung zum Vorjahr um 9.7% entspricht (CHF 505.5 Mio.). Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte steigerte sie ihren Umsatz trotz einer sich regional unterschiedlich eintrübenden Wirtschaft organisch um 2.5%. Erfreulicherweise trugen zu diesem Wachstum nicht nur etablierte Produktgruppen wie Heizkörper und Fan Coils bei, sondern insbesondere auch die neueren Produktprogramme im Bereich Lüftung, Flächentemperierung und Wärmepumpe. Das EBITDA ohne Sondereffekte betrug CHF 59.0 Mio. und lag damit 7.7% über Vorjahr (CHF 54.8 Mio.). Das EBITDA inkl. Sondereffekte betrug CHF 51.6 Mio., was eine Steigerung um 9.9% zum Vorjahr (CHF 46.9 Mio.) entspricht. Das EBIT ohne Sondereffekte lag mit CHF 32.1 Mio. um 2.9% unter dem Vorjahreswert (CHF 33.1 Mio.). Das EBIT inkl. Sondereffekte schloss mit CHF 22.7 Mio. mit 0.4% leicht unter dem Vorjahreswert von CHF 22.8 Mio.

Die Division Sanitär erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von CHF 143.8 Mio., was einem Umsatzrückgang von 0.7 % gegenüber Vorjahr entspricht (CHF 144.8 Mio.). Währungsbereinigt resultierte jedoch ein organisches Umsatzwachstum vom 2.2%. Getragen wurde dieses Ergebnis vor allem durch ein erfolgreiches Schweiz-Geschäft und eine leicht positive Entwicklung in Deutschland, auf Basis einer stabilen Baukonjunktur und einer unverändert hohen Nachfrage nach individuellen Duschlösungen. Auch die Ergebnissituation konnte verbessert werden mit einem EBITDA ohne Sondereffekte in der Höhe von CHF 15.1 Mio. (Vorjahr CHF 12.5 Mio.), was einer Steigerung von 21.5% entspricht. Das EBITDA inkl. Sondereffekte schloss mit CHF 14.7 Mio. (Vorjahr CHF 11.7 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von 25.3%. Das EBIT ohne Sondereffekte liegt mit CHF 9.5 Mio. um 16.1% über dem Vorjahresniveau von CHF 8.2 Mio. Das EBIT inkl. Sondereffekte schloss mit CHF 9.0 Mio. um 25.8% über dem Vorjahreswert von CHF 7.2 Mio.

Im Berichtsjahr erzielte die Division Fenster einen Nettoumsatz von CHF 358.2 Mio., was einem Rückgang von 2.2% gegenüber Vorjahr (CHF 366.3 Mio.) entspricht. Währungsbereinigt resultierte ein Rückgang von 0.5%. Ohne Sondereffekte stieg das EBITDA um 69.3% von CHF 16.0 Mio. im Vorjahr auf CHF 27.1 Mio. Das EBITDA inkl. Sondereffekte verbesserte sich um 24.9% von CHF 19.7 Mio. im Vorjahr auf CHF 24.7 Mio. Das EBIT ohne Sondereffekte veränderte sich von CHF –2.5 Mio. im Vorjahr auf CHF 3.2 Mio. Inkl. Sondereffekte reduzierte sich das EBIT leicht von CHF 1.5 Mio. im Vorjahr auf CHF –0.4 Mio.

Diese positive Ergebnisentwicklung auf Stufe EBITDA ist hauptsächlich auf folgende drei Faktoren zurückzuführen: Im Schweizer Markt, insbesondere im Direktgeschäft mit Grosskunden, konnte die Ertragsqualität zulasten des Umsatzes deutlich optimiert werden. Im polnischen Markt wurde sowohl Produktmix als auch Ertragsqualität weiter verbessert. Hinzu kommt, dass im Holz/Aluminium-Kompetenzzentrum in Langenwetzendorf (D) die Produktivität und somit die Ausstossmengen deutlich erhöht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Produktion um über 90% gesteigert werden. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Holz/Aluminium-Fenster sollen die Produktionsmengen auch im kommenden Jahr nochmals deutlich erhöht werden.

Die Division Türen erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von CHF 359.4 Mio. (Vorjahr CHF 357.5 Mio.), was einem Wachstum von 0.5% entspricht. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 3.7 %. Das EBITDA ohne Sondereffekte entwickelte sich von CHF 40.2 Mio. im Vorjahr auf CHF 44.0 Mio. (+9.2%). Auf Stufe EBITDA fielen im Berichtsjahr keine Sondereffekte an. Im Vorjahr belief sich das EBITDA inkl. Sondereffekte auf CHF 39.6 Mio. Bereinigt um die Sondereffekte ergab sich ein im Vergleich zum Vorjahr (CHF 19.3 Mio.) um 1.5% höheres EBIT von CHF 19.6 Mio. Beim EBIT inkl. Sondereffekte resultierte ein um 4.3% höheres Ergebnis von CHF 19.5 Mio. (Vorjahr CHF 18.7 Mio.).

Guidance
Aufbauend auf dem guten operativen Ergebnis 2019 blickt die Arbonia trotz nach wie vor anspruchsvollem Umfeld mit positiven Erwartungen in die Zukunft, um weiter profitabel wachsen zu können.

Für das Jahr 2020 erwartet die Arbonia ein organisches Umsatzwachstum von ~3% und eine EBITDA-Marge von ~10%, unter der Annahme eines stabilen Marktumfeldes und Wechselkursbedingungen. Auf Basis eines organischen Wachstums von ~3% wird mittelfristig eine EBITDA-Marge von > 11% auf Konzernstufe angestrebt, was es der Arbonia erlaubt, eine Dividendenpolitik mit einer jährlichen Steigerung der Dividende um ~10% zu verfolgen. Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung beantragen, eine um 10% höhere Dividende von CHF 0.22 je Aktie auszuschütten.

Ab dem Jahr 2021 wird die Arbonia keine vorgängige Umsatzmeldung mehr publizieren. Die gesamten Jahresergebnisse 2020 veröffentlicht das Unternehmen am 2. März 2021.