Arbeitgeber auf der Bewerberbank
31.01.2019

Arbeitgeber auf der Bewerberbank

Beim Ostschweizer Personaltag 2019 am 6. Juni in der Olma-Halle 9.1.2 wird die Attraktivität des Arbeitgebers in Zeiten des Fachkräftemangels thematisiert. Die Referenten werden aus unterschiedlicher Perspektive darlegen, wie Arbeitgeber heute auftreten müssen, damit sie im «Kampf der Talente» die richtigen Fachkräfte gewinnen.

Google, Nestlé, Swisscom, Migros, UBS – alles attraktive Arbeitgeber, bei denen viele arbeiten wollen. Selbst wenn sie gar nicht wissen, wie sie als ihr persönlicher Arbeitgeber dann wirklich sind. Die Ausstrahlung ist es, die Strahlkraft der Marke, die die Bewerber anzieht. Wenn diese Marke diffus ist, hat es der Arbeitgeber schwer, zu Fachkräften zu kommen. Die Pflege dieser Marke ist daher äusserst wichtig.

Kampf der Talente
«Im Kampf um die gesuchten Talente müssen Unternehmen Strategien aus Marketing und Markenführung zu Hilfe nehmen, um sich von den Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben», meint der Employer-Branding-Experte Christoph Jordi. Es sind also nicht nur die Arbeitnehmer, die sich bewerben müssen – zunehmend ist es auch der Arbeitgeber, der auf der Bewerberbank sitzt. Der Arbeitgeber muss aufzeigen, welche Werte seine Unternehmung verkörpert, was ihn unverwechselbar macht. Dies bedarf einer eigentlichen Employer-Recruiting-Strategie. Die Referenten am 15. Ostschweizer Personaltag werden aufzeigen, wie solche Strategien aussehen könnten – aus praktischer und theoretischer Sicht.

Theorie und Praxis – Online und Offline
Mit Bastian Schneider wird ein Brand-Experte, der seit vielen Jahren Unternehmen im Bereich der strategischen und operativen Markenführung in der Schweiz, in Deutschland und Österreich berät und betreut, über die «Arbeitgeber-Marke als unternehmerisches Führungsinstrument» referieren. Wie wichtig heute der Online-Auftritt eines Unternehmens ist, wird Florian Wassel, Gründer und CEO der TOWA Digitalagentur in Bregenz und Wien, aufzeigen. Wassel ist zertifizierter Google-Analytics- und Google-AdWords-Experte und ausserdem seit April 2016 im Vorstand der Jungen Wirtschaft Vorarlberg. Katharina Lehmann (Bild), Inhaberin und CEO der Blumer-Lehmann-Gruppe, Gossau, weiss aus praktischer Sicht, was es heisst, in einem umkämpften Fachkräftemarkt die besten Talente zu verpflichten. In ihrem Referat «Ein Holzweg zwischen Tradition und Innovation» wird sie aufzeigen, wie man sich als Arbeitgeber attraktiv und fit hält.

Transformieren und wertschätzen
Wenn eine Firma in einen Skandal verwickelt wurde, wie es bei der Post mit dem Postauto-Subventionsbetrug der Fall war, dann ist auch das HR besonders gefordert. Über die Bedeutung von Employer-Branding in so einem Fall und zudem in einem transformativen Umfeld wird Patricia Leventis, Leiterin HR-Marketing bei der Post AG, Bern, berichten. Zum Abschluss der Tagung steht «Glücklichsein» im Mittelpunkt: Oliver Haas, Autor und Keynote-Speaker aus München, hat bezüglich Arbeitgeber-Attraktivität eine klare Erkenntnis: Langfristig erfolgreich seien nur Betriebe, deren Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Arbeit sähen, ihre Stärken einbringen und ihre Potenziale entfalten könnten und begeistert seien! Dafür sei ein Führungssystem nötig, das die Positive Psychologie auf Betriebsebene anwendet – und so eine wertebasierte Unternehmenskultur schafft. Um Firmen zu helfen, dieses Führungssystem zu etablieren, gründete Oliver Haas «Corporate Happiness».

Anmeldung
Der Ostschweizer Personaltag wird auch dieses Jahr wieder gegen vierhundert Teilnehmer aus der ganzen Ostschweiz anziehen.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich.