APPKB baut Geschäft 2025 aus
Text: PD/stz.
Die Kundengelder haben sich um 281 Millionen Franken beziehungsweise 8,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken erhöht. Dieses Wachstum ist einerseits auf höhere Kundeneinlagen und andererseits auf die Gewinnung neuer Kunden zurückzuführen. Ebenfalls stiegen die Kundenausleihungen gegenüber dem Vorjahr um 194 Millionen beziehungsweise 5,3 Prozent auf 3,9 Milliarden.
«Ein balanciertes Wachstum unserer Kundeneinlagen und Kundenausleihungen ist für uns besonders wichtig, um unsere positive Geschäftsentwicklung nachhaltig sicherzustellen», sagt Ueli Manser, Direktor der APPKB. Die Ausleihungen sind zu rund 95 Prozent durch Kundengelder refinanziert, was unter den Schweizer Retailbanken einen sehr hohen Wert darstellt.
Erfreuliches Zinsergebnis
Der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte leicht auf 41,1 Millionen Franken gesteigert werden. Trotz des tieferen Zinsniveaus – die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Halbjahr 2025 den Leitzins in zwei Schritten auf null Prozent gesenkt – konnte das gute Vorjahresergebnis leicht übertroffen werden.
Zu diesem erfreulichen Resultat beigetragen haben einerseits das sehr gute Wachstum der Kundenausleihungen und andererseits die umsichtige Kreditpolitik. Das Zinsengeschäft, die wichtigste Ertragssäule der Bank, leistete damit erneut einen bedeutenden Ergebnisbeitrag.
Starkes Wachstum im Anlagegeschäft
Der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft nahm um 14,6 Prozent zu und erreichte 5,5 Millionen Franken. Die Strategie 2028 setzt einen klaren Schwerpunkt auf den Ausbau des Anlagegeschäfts, wobei die ersten Massnahmen bereits Wirkung zeigen. Dazu sagt Ueli Manser: «Wir setzen eines der modernsten Beratungstools der Schweiz ein, unsere Mitarbeiter sind hervorragend ausgebildet und immer mehr Kunden schenken uns ihr Vertrauen und berücksichtigen uns als ihre Anlagebank.»
Treiber dieses Wachstums waren sowohl neue Mandate in der Vermögensverwaltung als auch in der Anlageberatung. Zudem trug das im Jubiläumsjahr neu lancierte KB-Zertifikat Pro Appenzellerland positiv zum Ergebnis bei. In der Folge stiegen auch die Depotwerte um 183 Millionen Franken auf 1370 Millionen.
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Mehr Personal und gezielte Digitalisierungsmassnahmen
Das anhaltende Wachstum sowie die weiterhin steigenden regulatorischen Anforderungen machten einen Ausbau des Personalbestands erforderlich, was zu höheren Personalkosten führte. Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend um 6,6 Prozent auf 13 Millionen Franken.
Der höhere Sachaufwand war von Einmaleffekten geprägt, einerseits durch die Jubiläumsaktivitäten, andererseits durch gestiegene Kosten für IT und Digitalisierung. In diesem Zusammenhang konnten zwei bedeutende Digitalisierungsprojekte erfolgreich abgeschlossen werden: die neue Mobile-Banking-App sowie das neue Anlageberatungstool UnRiskOmega.
Zuversichtlicher Blick nach vorn
Trotz des gestiegenen Geschäftsaufwands resultierte ein erfreulicher Geschäftserfolg von 21,4 Millionen Franken. «Die zahlreichen positiven Begegnungen im Jubiläumsjahr bestärken uns und lassen uns mit Zuversicht und Elan in die Zukunft blicken», resümiert Ueli Manser.
Die solide Zukunftsausrichtung der Bank zeigt sich auch im anhaltenden Wachstum der Bilanzsumme und des Eigenkapitals. Dieses konnte um 13,9 Millionen Franken auf 399 Millionen erhöht werden. Der Kanton Appenzell Innerrhoden profitiert wiederum von einer Ausschüttung von 7,5 Millionen.