Appenzeller Bahnen zählen erstmals über sieben Millionen Fahrgäste
Text: pd/stz.
Damit setzten die Appenzeller Bahnen ihr Nachfragewachstum fort und bestätigten ihre starke Bedeutung für den öffentlichen Verkehr in der Ostschweiz. Auch wirtschaftlich fällt die Bilanz positiv aus. Nachdem der Bereich Infrastruktur im Vorjahr noch einen Verlust ausgewiesen hatte, erzielten die AB im Geschäftsjahr 2025 in allen drei Sparten ein positives Ergebnis. Sowohl der Regionale Personenverkehr als auch die Infrastruktur und das Nebengeschäft schlossen mit Gewinn ab. Dazu beigetragen haben unter anderem höhere Nebenerträge und tiefere Instandhaltungsaufwendungen als Ausgleichsmassnahme.
Das Jahr 2025 stand bei den Appenzeller Bahnen stark im Zeichen des 150-Jahr-Jubiläums. Unter dem Motto «Steig ein. Wir bewegen seit 150 Jahren.» feierten Tausende Menschen gemeinsam mit den Mitarbeitern der AB. Zu den Höhepunkten gehörten das Jubiläumsfest im Servicezentrum Appenzell, die Nostalgietage mit historischem Rollmaterial in Herisau und Heiden, das Jubiläumstheater «Bahn frei» sowie das Mitarbeiterfest zur Eröffnung des neuen Verwaltungsgebäudes in Herisau.
Neben den Jubiläumsaktivitäten war das Geschäftsjahr von grossen organisatorischen Veränderungen geprägt. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Servicezentrums in Appenzell zogen Anfang 2025 auch die Fachdienste Elektrodienst, Fahrleitungsdienst, Baudienst Appenzell, Reinigung und Werkstatt Rollmaterial unter laufendem Betrieb von verschiedenen Standorten nach Appenzell. Im Herbst folgte der Umzug der rund 60 Mitarbeiter der Verwaltung ins neue Verwaltungsgebäude am Bahnhof Herisau. Anschliessend zog auch die Betriebszentrale der Appenzeller Bahnen an den neuen Standort.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete 2025 die Substanzerhaltung der Bahninfrastruktur auf der Strecke St.Gallen–Speicher. Während einer sechswöchigen Streckensperrung im Sommer modernisierten die Appenzeller Bahnen die Bahnhöfe Schwarzer Bären und Speicher. Gleichzeitig wurden entlang der Strecke Gleisanlagen, verschiedene Sicherungsanlagen, Stellwerke und Bahnübergänge erneuert. Als Teil des Projekts erfolgte zudem ein Totalumbau im Burggraben in der Stadt St.Gallen mit einer neuen Weichenverbindung.
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Die parallele Umsetzung dieser Baustellen erforderte viel Fachwissen und eine mehrjährige Vorbereitungszeit. Dank sorgfältiger Planung und günstiger Witterung konnten die komplexen Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden. Die Strecke wurde planmässig wieder in Betrieb genommen.
Auch der Ausblick zeigt, dass die Appenzeller Bahnen weiter investieren. Ende 2025 unterzeichneten die AB einen Werkliefervertrag mit Stadler Rail. Dieser umfasst die Beschaffung von zwei neuen Triebfahrzeugen für die Linie Rorschach–Heiden. Die Lieferung ist für 2028 vorgesehen.
Bereits im Bau befindet sich das vollautomatisch betriebene Fahrzeug für die Linie Rheineck–Walzenhausen. Für den fahrerlosen Betrieb sind zusätzlich umfassende Arbeiten an der Bahninfrastruktur notwendig. Der Baustart ist für Herbst 2026 geplant. Ende 2027 soll die weltweit erste vollautomatisierte Überland-Adhäsions- und Zahnradbahn in Betrieb genommen werden.