Ostschweiz

ACS fordert Überarbeitung des Mobilitätskonzepts 2050

ACS fordert Überarbeitung des Mobilitätskonzepts 2050
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Der Automobil Club der Schweiz (ACS), Sektion St.Gallen/Appenzell, lehnt das Mobilitätskonzept 2050 der Stadt St.Gallen in seiner aktuellen Form ab. Der Verband fordert, die Vorlage an den Stadtrat zurückzuweisen und grundlegend zu überarbeiten.

Text: pd/red

Aus Sicht des ACS ist das Konzept zu einseitig ausgerichtet. Der motorisierte Individualverkehr werde über weite Strecken als Problem betrachtet, das begrenzt, verteuert oder verdrängt werden solle. Damit werde die Bedeutung des Autos für Bevölkerung, Gewerbe, Handwerk, Dienstleister, Pendler und Besucher zu wenig berücksichtigt.

Der ACS betont, dass er eine moderne, sichere und vernetzte Mobilität unterstütze. Auch der öffentliche Verkehr sowie der Fuss- und Veloverkehr sollten weiterentwickelt werden. Dies dürfe jedoch nicht zulasten anderer Verkehrsträger geschehen. Als regionales Zentrum müsse St.Gallen für alle Verkehrsteilnehmer gut erreichbar bleiben.

Kritik an Verkehrsbegrenzungen

Besonders kritisch beurteilt der Verband die geplante Plafonierung des motorisierten Individualverkehrs, die Verknappung von Parkraum, Einschränkungen bei privaten Parkplätzen sowie Zufahrtsdosierungen und Pförtneranlagen. Solche Massnahmen würden Verkehrsprobleme nicht lösen, sondern in die Agglomeration verlagern. Zudem könnten sie die Erreichbarkeit verschlechtern und Bevölkerung sowie Wirtschaft zusätzlich belasten.

Infrastrukturprojekte bleiben wichtig

Der ACS hält zudem an mehreren langfristigen Infrastrukturprojekten fest. Dazu zählen die dritte Röhre Rosenberg, der Anschluss Güterbahnhof sowie ein Tunnel ins Appenzellerland. Diese Vorhaben seien für die regionale Verkehrsentwicklung weiterhin von zentraler Bedeutung. Die Ablehnung des Ausbauschritts 2023 dürfe nicht dazu führen, notwendige Lösungen für kommende Generationen aufzugeben.

Für eine zukunftsfähige Mobilitätsstrategie fordert der Verband eine gleichwertige Berücksichtigung aller Verkehrsträger. Erreichbarkeit, Verkehrssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Eigentumsgarantie müssten stärker gewichtet werden. Gleichzeitig sieht der ACS Chancen in der Digitalisierung, intelligenten Verkehrssteuerungen, modernen Parkleitsystemen, der Elektromobilität und dem automatisierten Fahren.

Der ACS verlangt deshalb eine grundlegende Überarbeitung des Mobilitätskonzepts 2050 der Stadt St.Gallen.

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