75 neue Wohnungen für Teufen
15.01.2019

75 neue Wohnungen für Teufen

Die Teufener Stimmbürger haben am 10. Februar über den Gestaltungsplan «Unteres Gremm» zu befinden. Dieser bildet die Grundlage für das Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbs mit Miet- und Eigentumswohnungen. Der Gemeinderat empfiehlt Annahme der Vorlage.

Am 10. Februar findet in Teufen eine Volksabstimmung zum Gestaltungsplan «Unteres Gremm» statt. Für die dort vorgesehene Überbauung mit Miet- und Eigentumswohnungen wurde ein anonymer Architekturwettbewerb mit renommierten Architekturbüros durchgeführt. Das Siegerprojekt von Thomas Schregenberger sieht eine Überbauung mit neun punktförmigen Gebäuden mit 75 Miet- und Eigentumswohnungen sowie eine diagonal über den Hang verlaufende Erschliessungsstrasse vor. Der Architekt orientierte sich dabei am traditionellen Siedlungsmuster der Gemeinde Teufen sowie an einer Einheit von Strasse, Haus und Garten.

Drei Erschliessungsachsen
Die Überbauung, nördlich der Post, östlich der Pension Alpenheim und westlich des Alters- und Pflegeheims Haus Unteres Gremm wird über drei verschiedene Achsen erschlossen. Einerseits über die Gremmstrasse, andererseits über die Krankenhausstrasse sowie − bei Ausführung des Kreisels − von der Post her direkt in die neue Tiefgarage.

Vorgaben durch die Gemeinde
Im Vorfeld zum Architekturwettbewerb definierte die Gemeinde ihre Vorgaben und erarbeitete mit ihrem Raumplaner den entsprechenden Gestaltungsplan. Der Gemeinderat empfiehlt deshalb auch ein Ja zum Gestaltungsplan. Dieser gibt die wesentlichen Fragen wie Erschliessung, Freiräume, Grenzabstände und Höhen sowie zahlreiche andere Details vor. Die Grenzabstände zu den Nachbargebäuden wären dieselben wie bei der Regelbauweise. Bezüglich der Gebäude- und Firsthöhe sind Ausnahmen vorgesehen.

Qualitativ hochstehendes Projekt
Gegen diesen Gestaltungsplan wurde im Herbst das Referendum ergriffen. Ein Komitee kritisiert einzelne Fragen der Architektur sowie die Steigung der Erschliessungsstrasse. Zur Architektur der Überbauung äusserte sich an der heutigen Medienorientierung vor Ort der damalige Jury-Präsident Dani Ménard. Seine Jury hatte das vorliegende Projekt aufgrund der qualitativ hochstehenden Architektur einstimmig zum Sieger gekürt. Er bezeichnete es in vielerlei Hinsicht als «clever, vielversprechend und beeindruckend».

Topografie gibt Steilheit vor
Was die Erschliessungsstrasse betrifft, die für Spaziergänge der Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims zu steil sei, weisen die Projektentwickler Peter Mettler und Rolf Schubiger aus Teufen auf die besondere Topografie des Appenzellerlandes sowie auf die Hanglage des Gebietes hin. Die Fachstelle für behindertengerechtes Bauen erlaube in besonderen Fällen eine solche Steigung. Zudem sei die heutige Zufahrt zum Alters- und Pflegeheim über die Krankenhausstrasse bedeutend steiler.

Etwas Schönes realisieren
Die Projektentwickler hatten sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, an ihrem Wohnort etwas richtig Schönes zu realisieren. Im Wissen um den besonderen Charme des Gebiets «Unteres Gremm» sollten dort Miet- und Eigentumswohnungen entstehen, die bezüglich der Erscheinung und Gestaltung in jeder Hinsicht zum Dorfbild passen. Eine top Architektur, die nur durch einen Architektenwettbewerb mit renommierten Teilnehmern zu erreichen war.

Kein «Plan B»
Zum vorliegenden Projekt besteht derzeit kein «Plan B». Sollte der Gestaltungsplan abgelehnt werden, gäbe es zwar eine Verzögerung. So oder so würde auf dem Land aber eine Überbauung erfolgen. Es wäre schade, wenn das qualitativ hochwertige und zu Teufen passende Siegerprojekt von Herrn Schregenberger nicht umgesetzt werden könnte. Insofern hoffen die in Teufen wohnhaften Entwickler Mettler und Schubiger, dass möglichst viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Empfehlung des Gemeinderates folgen und den Gestaltungsplan am 10. Februar an der Urne annehmen.